Raketen gegen Kiew und Charkiw
03.02.2026 - 01:01:41Die ukrainische Hauptstadt Kiew und die zweitgröĂte Stadt Charkiw sind in der Nacht erneut zum Ziel russischer Raketen und Kampfdrohnen geworden. Kiews MilitĂ€rverwalter Tymur Tkatschenko berichtete auf Telegram vor russischen Attacken mit ballistischen Raketen. Die Agentur Ukrinform berichtete von mehreren Explosionen in der Metropole. Nach unbestĂ€tigten Medienberichten wurden zwei WĂ€rmekraftwerke angegriffen.
SpĂ€ter hieĂ es, es seien mehrere WohngebĂ€ude in Kiew getroffen worden. Zudem sei ein Kindergarten in Brand geraten, teilte BĂŒrgermeister Vitali Klitschko mit. Zwei Menschen seien bei den Angriffen verletzt worden.
Die GroĂstadt Charkiw im Osten des Landes wurde in der Nacht nach Angaben von BĂŒrgermeister Ihor Terechow von mindestens zwei Raketen getroffen. Zudem habe es einen «Massenangriff» mit Kampfdrohnen gegeben. Auch Gouverneur Oleh Synjehubow berichtete von russischen Angriffen, in deren Verlauf mindestens ein Mensch verletzt wurde.Â
Saporischschjas MilitĂ€rverwalter Iwan Fedorow teilte am frĂŒhen Morgen auf Telegram mit, dass in einem Vorort eine 38-jĂ€hrige Frau bei einem Drohnenangriff ums Leben gekommen sei.
Begrenzte Feuerpause auf Energieanlagen nun vorbei?
Russland fĂŒhrt seit vier Jahren Krieg in der Ukraine. Systematisch hat das russische MilitĂ€r dabei auch Kraft- und Umspannwerke auĂer Gefecht gesetzt. Die Ukraine ist in diesem Winter damit in die schwerste Energiekrise seit Kriegsbeginn geraten - bei starkem Frost.Â
In der vergangenen Woche hatte US-PrĂ€sident Donald Trump erklĂ€rt, dass Kremlchef Wladimir Putin auf seine Bitte zugesagt habe, die Angriffe auf Energieanlagen in der Ukraine zu pausieren. Moskau bestĂ€tigte dies zunĂ€chst. Die jĂŒngsten Angriffe deuten jedoch darauf hin, dass diese begrenzte Feuerpause inzwischen beendet ist.
Vertreter Russlands und der Ukraine wollten sich am Mittwoch und Donnerstag in Abu Dhabi zu einer neuen Verhandlungsrunde ĂŒber ein mögliches Kriegsende treffen.


