Selenskyj, Nordkoreaner

Selenskyj: Zwei Nordkoreaner gefangen genommen

11.01.2025 - 14:20:30 | dpa.de

Russland schickt Soldaten aus dem verbĂŒndeten Nordkorea in seinen Krieg gegen die Ukraine. Kiew teilt mit, dass es zwei MĂ€nner aus dem Fernen Osten lebend in die Hand bekommen hat.

Es war nicht der erste Bericht von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj ĂŒber gefangene Nordkoreaner. (Archivbild) - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa
Es war nicht der erste Bericht von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj ĂŒber gefangene Nordkoreaner. (Archivbild) - Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

Zwei nordkoreanische Soldaten sind dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge im russischen Gebiet Kursk als Kriegsgefangene genommen worden. Das teilte Selenskyj in sozialen Netzwerken mit. Die MĂ€nner hĂ€tten trotz Verletzungen ĂŒberlebt und seien nach Kiew gebracht worden, wo der ukrainische Geheimdienst sie verhöre. Selenskyj kĂŒndigte an, dass auch die Presse Zugang zu den Gefangenen erhalten werde. «Die Welt muss die Wahrheit erfahren, was geschieht.»

Hohe Verluste der Nordkoreaner

Es war nicht der erste Bericht Selenskyjs ĂŒber gefangene Nordkoreaner. Diese MĂ€nner waren aber seinen Angaben nach an ihren Verletzungen gestorben. SchĂ€tzungen zufolge hat das abgeschottete kommunistische Nordkorea 12.000 Soldaten nach Russland entsandt. Moskau verstĂ€rkt mit Nordkoreanern unter anderem seine Einheiten bei der Gegenattacke im Gebiet Kursk, um ukrainische Truppen aus Russland zu vertreiben. Nach EinschĂ€tzungen der Ukraine wie der USA erleiden die Nordkoreaner dort hohe Verluste.

Selenskyj fĂŒgte seinen Posts Fotos bei, die angeblich die Gefangenen zeigen. ÜberprĂŒfbar waren seine Angaben nicht. Es sei schwierig, nordkoreanische Soldaten gefangen zu nehmen, schrieb er. Das russische wie das nordkoreanische MilitĂ€r töte verletzte Nordkoreaner eher, als dass sie in Kriegsgefangenschaft gerieten, behauptete der Staatschef.

Russischer Wehrpass mit angeblich gefÀlschten Daten

Gezeigt wurde auch ein russischer Wehrpass, wonach einem der Nordkoreaner ein Geburtsort in der russischen Teilrepublik Tuwa in Sibirien zugeschrieben wurde. «Russland gibt den Koreanern diese Dokumente, aber sie tĂ€uschen niemanden», kommentierte Selenskyj in einem Video. «Russland selbst tut alles fĂŒr eine VerlĂ€ngerung und Erweiterung des Krieges und wird sich dafĂŒr verantworten.»

Kriegsgefangene dĂŒrfen dem humanitĂ€ren Völkerrecht zufolge nicht öffentlich zur Schau gestellt werden. Berichte ĂŒber Kriegsgefangene sind nach Angaben des Roten Kreuzes nicht verboten; es sollte aber vermieden werden, dass sie identifiziert werden können.

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