Saporischschja: Russland tötet 18 Menschen bei Luftangriff
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 18:44 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFolgen fĂŒr Komyschuwacha
- Bei der Ausgabe humanitÀrer Hilfe in einer Schule starben mindestens 18 Menschen.
- Mindestens fĂŒnf Personen wurden verletzt; nach weiteren Opfern wird gesucht.
- Mehr als zehn Bomben trafen die Siedlung, eine schlug in einen Luftschutzkeller ein.
Luftangriff trifft humanitÀre Hilfe in Komyschuwacha
Bei einem russischen Luftangriff in der ukrainischen Siedlung Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach ersten Angaben mindestens 18 Menschen getötet worden. Der Angriff ereignete sich nach Angaben von PrÀsident Wolodymyr Selenskyj wÀhrend der Ausgabe humanitÀrer Hilfe in einer Schule.
Suche nach weiteren Opfern lÀuft
Mindestens fĂŒnf Menschen wurden verletzt. EinsatzkrĂ€fte suchen nach weiteren Opfern.
Selenskyj warf Russland ein gezieltes Bombardement vor. Russland habe gewusst, dass die verbliebenen Einwohner von Komyschuwacha dort jede Woche humanitÀre Hilfe erhielten, schrieb der PrÀsident bei Telegram und auf der Plattform X.
Mehr als zehn Bomben abgeworfen
Die Siedlung wurde laut Selenskyj mehrfach bombardiert. Insgesamt seien mehr als zehn Bomben abgeworfen worden; eine davon habe direkt einen Luftschutzkeller getroffen.
Komyschuwacha liegt etwa 25 Kilometer östlich von Saporischschja und gut ein Dutzend Kilometer von der Frontlinie entfernt. Selenskyj forderte eine weltweite âstarke und harteâ Reaktion.
Saporischschja bleibt schwer umkÀmpft
Die frontnahe Region ist seit Monaten wiederholt Ziel russischer Luftangriffe. Bei einem Angriff auf die GroĂstadt Saporischschja Mitte Oktober wurden nach ukrainischen Angaben 23 Menschen getötet, darunter vier MinderjĂ€hrige.
Russland setzt in der Region neben ballistischen Raketen und Drohnen auch Gleitbomben ein. Die aus groĂer Höhe und sicherer Entfernung zur ukrainischen Flugabwehr abgeworfenen Waffen gleiten per Satellitennavigation ins Ziel.
Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen die groĂangelegte russische Invasion.
Der Angriff trifft eine frontnahe Gemeinde, in der die verbliebene Zivilbevölkerung regelmĂ€Ăig auf humanitĂ€re Hilfe angewiesen ist. Komyschuwacha liegt rund 25 Kilometer östlich von Saporischschja und nur gut ein Dutzend Kilometer von der Front entfernt. Damit gehört der Ort zu einem Gebiet, in dem Bewohner nicht nur durch unmittelbare Kampfhandlungen, sondern auch durch die schwierige Versorgungslage gefĂ€hrdet sind.
Die Region Saporischschja ist seit Monaten wiederholt russischen Luftangriffen ausgesetzt. Neben Drohnen und ballistischen Raketen kommen dabei Gleitbomben zum Einsatz. Diese können von russischen Flugzeugen aus gröĂerer Entfernung abgeworfen werden und stellen die ukrainische Flugabwehr vor besondere Herausforderungen, weil die TrĂ€gerflugzeuge auĂerhalb der Reichweite vieler Abwehrsysteme bleiben.
HumanitÀre Hilfe unter Beschuss
Der Ort des Angriffs verleiht dem Geschehen eine besondere Bedeutung: Die Ausgabe der HilfsgĂŒter fand in einer Schule statt, zudem schlug nach ukrainischen Angaben eine Bombe direkt in einen Luftschutzkeller ein. FĂŒr die Zivilbevölkerung bedeutet das, dass selbst organisierte Schutz- und Versorgungsorte nicht zuverlĂ€ssig Sicherheit bieten.
FĂŒr die weitere Entwicklung sind die Opferzahlen, die Suche nach VerschĂŒtteten und die Reaktion der internationalen Partner entscheidend. Zugleich zeigt der Angriff, wie eng humanitĂ€re Versorgung und militĂ€rische Lage in den frontnahen Gebieten miteinander verbunden bleiben.
