G20-Staaten, Rio

G20-Staaten einigen sich in Rio auf AbschlusserklÀrung

19.11.2024 - 01:27:11

Schon am ersten Gipfeltag verabschiedet die Gruppe eine gemeinsame ErklÀrung. Sie will den Hunger und die Klimakrise bekÀmpfen und die internationalen Institutionen reformieren.

Die G20-Staaten haben sich am ersten Tag ihres Gipfeltreffens in Rio de Janeiro ĂŒberraschend auf eine gemeinsame AbschlusserklĂ€rung geeinigt. Dabei gelang es dem Gastgeber Brasilien, die wichtigsten Punkte seiner G20-PrĂ€sidentschaft in dem Dokument unterzubringen: den Kampf gegen Hunger und KlimaerwĂ€rmung sowie eine Reform der internationalen Organisationen. Zwischenzeitlich war davon ausgegangen worden, dass Argentiniens ultraliberaler PrĂ€sident Javier Milei einzelnen Punkten nicht zustimmt. 

Die Staats- und Regierungschefs der fĂŒhrenden Industrie- und SchwellenlĂ€nder wollen sich kĂŒnftig fĂŒr eine wirksame Besteuerung der Superreichen einsetzen. Außerdem bekrĂ€ftigten sie das international vereinbarte Ziel, die ErderwĂ€rmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Die G20-Staaten erklÀrten in der AbschlusserklÀrung zudem, auf eine Reform des UN-Sicherheitsrates hinarbeiten zu wollen. Das wichtigste Organ der Vereinten Nationen soll demnach reprÀsentativer, inklusiver, effizienter und demokratischer werden. 

Wie bereits beim Gipfel im Vorjahr in Indien wurde der russische Angriffskrieg nicht mehr explizit verurteilt. Beim Treffen auf Bali vor zwei Jahren hatte dies noch eine Mehrheit der LĂ€nder getan.

In Rio wurde auch die Globale Allianz gegen Hunger und Armut ins Leben gerufen. Es fehle weder an Wissen noch an Ressourcen, sondern an politischem Willen, um den Menschen Zugang zu Nahrungsmitteln zu verschaffen, hieß es in der AbschlusserklĂ€rung.

@ dpa.de