USA, Norwegen

Forderungen nach Ende der Gewalt im Sudan

05.08.2023 - 03:08:11

Schon mehr als drei Monate lang dauert der militÀrische Konflikt im Nordosten Afrikas. Amnesty International dokumentiert zahllose Menschenrechtsverletzungen. Die UN berichten von MassengrÀbern.

Nach Berichten ĂŒber mögliche Kriegsverbrechen im Sudan haben die USA, Großbritannien und Norwegen die Konfliktparteien zu einem sofortigen Ende der Kampfhandlungen aufgefordert. Man verurteile die andauernde Gewalt in der Region Darfur aufs SchĂ€rfste, heißt es in einer vom US-Außenministerium in Washington veröffentlichten gemeinsamen ErklĂ€rung, insbesondere die gezielten Angriffe auf bestimmte ethnische Gruppen und die weit verbreitete Anwendung sexualisierter Gewalt.

Die drei LĂ€nder forderten die Konfliktparteien zur Einhaltung des humanitĂ€ren Völkerrechts zum Schutz der Zivilbevölkerung auf. Zur Untersuchung von Verbrechen und damit humanitĂ€re Hilfe geleistet werden könne, mĂŒsse der «uneingeschrĂ€nkte Zugang» zu den betroffenen Gebieten gewĂ€hrleistet werden.

Aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International geht hervor, dass es in dem seit mehr als drei Monaten andauernden Konflikt zu wahllosen Angriffen und massenhaft zivilen Opfern kommt. Manche der dokumentierten Menschenrechtsverletzungen mĂŒssten als Kriegsverbrechen betrachtet werden. Bereits im Juli hatte der Internationale Strafgerichtshof angekĂŒndigt, mögliche Kriegsverbrechen in Darfur untersuchen zu wollen. Zuvor hatten die Vereinten Nationen ĂŒber MassengrĂ€ber im Westen der Region berichtet.

@ dpa.de