Bisher 381.000 Euro EntschĂ€digung fĂŒr schwule Ex-Soldaten
02.06.2023 - 01:04:47Das berichtet die "Neue OsnabrĂŒcker Zeitung" (Freitagsausgabe) unter Verweis auf Angaben aus dem Bundesverteidigungsministerium. Seit zwei Jahren können ehemalige Soldaten der Bundeswehr und der Nationalen Volksarmee eine Rehabilitierung und EntschĂ€digung in Höhe von 3.000 Euro beantragen, falls sie im Dienst wegen ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt wurden.
Bis 2000 wurden homosexuelle Soldaten bei der Bundeswehr systematisch diskriminiert. Sie durften teilweise nicht die gleiche Karriere wie heterosexuelle Kameraden machen, wurden gar aus dem Dienst entlassen. Das Gesetz zur Rehabilitierung dieser Soldaten trat vor zwei Jahren in Kraft. 168 AntrĂ€ge habe es bis Mitte Mai 2023 gegeben, berichtet die NOZ weiter. 131 seien positiv beschieden worden. "Die AntrĂ€ge werden von uns sehr wohlwollend geprĂŒft", zitiert die Zeitung eine Referentin des Ministeriums. Es sei ein kollektives Signal, dass man sich den Fehlern der Vergangenheit stelle, in Ost und West gleichermaĂen. Jeder vierte der 168 AntrĂ€ge sei von ehemaligen NVA-Angehörigen gestellt worden. In den negativ beschiedenen FĂ€llen habe die Ablehnung nie inhaltliche GrĂŒnde gehabt, heiĂt es in dem Bericht weiter. Stattdessen hĂ€tten sich beim Ministerium auch Menschen gemeldet, die gar nicht anspruchsberechtigt seien, etwa ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums fĂŒr Staatssicherheit in der DDR.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


