Wahlkampf, Indonesien

Wahlkampf in Indonesien startet: Wer folgt PrÀsident Jokowi?

28.11.2023 - 04:43:49

Seit 2014 hat PrĂ€sident Joko Widodo Indonesien zu einer der 20 grĂ¶ĂŸten Volkswirtschaften der Erde gemacht. Wer tritt nĂ€chstes Jahr in die Fußstapfen des populĂ€ren Regierungschefs?

Im weltgrĂ¶ĂŸten Inselstaat Indonesien hat offiziell der Wahlkampf zur PrĂ€sidentschaftswahl 2024 begonnen. Der populĂ€re Amtsinhaber Joko Widodo, auch bekannt unter seinem Spitznamen Jokowi, darf bei der Abstimmung am 14. Februar nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Drei Kandidaten konkurrieren um seine Nachfolge.

Im grĂ¶ĂŸten muslimischen Land der Erde, das aus mehr als 17.000 Inseln besteht, sind 205 Millionen der fast 280 Millionen Einwohner zu den Urnen gerufen. Fast 90 Prozent von ihnen sind Muslime. Das Urlaubsparadies Bali ist die einzige Insel mit einer hinduistischen Bevölkerungsmehrheit.

Als Favorit gilt laut Umfragen der derzeitige Verteidigungsminister und ehemalige General Prabowo Subianto (72) - bei der letzten Wahl noch Jokowis erbitterter Gegner. Als Vize-PrĂ€sidenten hat er aber ĂŒberraschend dessen Ă€ltesten Sohn Gibran Rakabuming Raka (36) nominiert.

Baut Jokowi eine Familiendynastie auf?

Das Oberste Gericht hat kĂŒrzlich entschieden, dass das Mindestalter fĂŒr PrĂ€sidentschafts- und VizeprĂ€sidentschaftskandidaten - das bei 40 Jahren liegt - nicht fĂŒr gewĂ€hlte RegionalfĂŒhrer gilt. Jokowis Sohn ist bereits BĂŒrgermeister der Stadt Solo und darf somit kandidieren. Kritiker werfen dem Noch-PrĂ€sidenten vor, eine politische Familiendynastie aufbauen zu wollen. Seine Verdienste um den wirtschaftlichen Fortschritt Indonesiens sind aber unumstritten: Die G20-Nation ist heute die grĂ¶ĂŸte Volkswirtschaft SĂŒdostasiens.

Bei einer Umfrage von Ende Oktober lag Subianto mit mehr als 40 Prozent der WĂ€hlerstimmen vorne, gefolgt vom Gouverneur der Provinz Zentraljava, Ganjar Pranowo (knapp 28 Prozent). Der dritte Kandidat, Anies Baswedan, ist der frĂŒhere Gouverneur von Jakarta und ehemaliger Bildungsminister. Er kommt derzeit auf knapp 24 Prozent der Stimmen.

Der Wahlkampf endet am 10. Februar, vier Tage vor der Wahl. Kommt bei der Abstimmung kein Kandidat auf mehr als 50 Prozent der Stimmen, findet am 26. Juni eine Stichwahl statt.

@ dpa.de