Russland, MilitÀrbasen

Russland behÀlt MilitÀrbasen vorerst in Syrien

09.12.2024 - 11:47:13

Seit 2015 unterstĂŒtzte Russland den syrischen Machthaber Assad militĂ€risch – und bekam zum Dank MilitĂ€rbasen im Land. Jetzt ist das System am Ende, aber Moskau will sich nicht einfach zurĂŒckziehen.

Russland will nach der Entmachtung von Baschar al-Assad seine MilitĂ€rbasen in Syrien vorerst behalten und mit der kĂŒnftigen FĂŒhrung deren Verbleib besprechen. «Wir sehen eine Periode der Transformation, der extremen InstabilitĂ€t, also wird es natĂŒrlich Zeit brauchen, und dann wird es ein ernsthaftes GesprĂ€ch mit denen brauchen, die an die Macht kommen», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Er Ă€ußerte sich zu einer Frage, ob Russland seine PrĂ€senz dort behalten wolle. Russland unterhĂ€lt in Syrien unter anderem eine Luftwaffen- und eine Marinebasis.

Es sei nun wichtig, die Frage der Sicherheit des russischen MilitĂ€rs in Syrien zu klĂ€ren, sagte Peskow. Die russischen Soldaten ergriffen selbst alle Vorsichtsmaßnahmen. Details nannte der Kremlsprecher nicht. 

Ein Abzug ist demnach derzeit nicht geplant. Russland hatte Assad seit 2015 militĂ€risch unterstĂŒtzt und maßgeblich zu dessen Machterhalt beigetragen, bis die Herrschaft der Familie nach einem halben Jahrhundert am Wochenende zu Ende ging.

Kreml: Putin traf selbst Entscheidung ĂŒber Asyl fĂŒr Assad

Peskow rĂ€umte ein, dass die Ereignisse auch Russland erstaunt hĂ€tten. Syrien galt stets als wichtigster VerbĂŒndeter des Landes im Nahen Osten. Russland hat Assad und seiner Familie Asyl gewĂ€hrt. 

Kremlchef Wladimir Putin, der sich immer wieder mit Assad traf, habe die Entscheidung getroffen, die Familie in Russland aufzunehmen, sagte Peskow. Ein offizielles Treffen mit dem entmachteten Politiker sei bisher nicht geplant. Er machte auch keine Angaben dazu, wo genau sich die Assads aufhalten. Russland hat immer wieder gefallenen autoritÀren StaatsmÀnnern Asyl gewÀhrt.

NatĂŒrlich sei es wichtig, den Dialog mit allen LĂ€ndern der Region aufrechtzuerhalten, sagte Peskow. «Wir sind fest entschlossen, dies zu tun.» Auch mit der TĂŒrkei stehe Russland zu Syrien im Dialog.

@ dpa.de