Kreml lehnt Kiews Vorschlag zu 30-tÀgiger Waffenruhe ab
29.04.2025 - 12:22:11Der Kreml hat die von Kiew vorgeschlagene VerlĂ€ngerung einer Waffenruhe auf 30 Tage abgelehnt. Russland habe die Offerte des ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj gesehen, doch dafĂŒr mĂŒssten noch einige Fragen geklĂ€rt werden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. «Ohne Antworten auf diese Fragen ist es schwer, auf eine langfristige Waffenruhe einzugehen.» Das sei auch die Position von PrĂ€sident Wladimir Putin.
Putin hatte bereits im MĂ€rz, als US-PrĂ€sident Donald Trump die 30-tĂ€gige Waffenruhe vorgeschlagen hatte, Bedingungen dafĂŒr genannt. So dĂŒrfe die Ukraine den Zeitraum nicht fĂŒr eine Umgruppierung ihrer StreitkrĂ€fte und zu einer Wiederbewaffnung nutzen. Die westlichen RĂŒstungslieferungen an Kiew mĂŒssten in der Zeit eingestellt werden. Ăber Ă€hnliche Restriktionen fĂŒr das russische MilitĂ€r sprach Putin dabei nicht.
«HumanitĂ€re» Waffenruhe fĂŒr reibungslose Siegesparade
Der 72-JĂ€hrige hat fĂŒr die Tage um das Weltkriegsgedenken vom 8. bis 11. Mai eine dreitĂ€gige Waffenruhe «aus humanitĂ€ren Ăberlegungen» angeordnet. In den Zeitraum fĂ€llt die von Moskau mit viel Aufwand betriebene Siegesparade auf dem Roten Platz, zu der auch zahlreiche auslĂ€ndische StaatsgĂ€ste erwartet werden, darunter Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping.
Russland wolle die Waffenruhe ĂŒber die Kriegsgedenktage als «Beginn direkter Verhandlungen ohne Vorbedingungen» verstanden wissen, sagte AuĂenminister Sergej Lawrow. Er Ă€uĂerte sich bei einem Treffen der AuĂenminister der BRICS-Staaten in Rio de Janeiro in Brasilien.Â
Lawrow gegen UnterstĂŒtzung fĂŒr die UkraineÂ
An dem Vorschlag einer 30-tĂ€gigen Waffenruhe kritisierte auch Lawrow, dass sie «zur weiteren UnterstĂŒtzung des Kiewer Regimes und der StĂ€rkung seiner militĂ€rischen FĂ€higkeiten» ausgenutzt werden könnte.
Peskow bezeichnete den Erlass als «Geste guten Willens», in Kiew hingegen wurde die dreitÀgige Feuerpause als Betrugsversuch gewertet, um Dialogbereitschaft zu simulieren. Die Ukraine konterte den Vorschlag ihrerseits mit der Forderung nach einer lÀngerfristigen Waffenruhe. Das sei keine Antwort auf den russischen Vorschlag, meinte Peskow dazu. Es sei immer noch unklar, ob Kiew bereit sei, darauf einzugehen.


