Myanmar, MilitÀr

Sohn von Aung San Suu Kyi kritisiert Wahl in Myanmar

28.12.2025 - 09:23:34

Seit einem MilitĂ€rputsch 2021 sitzt Aung San Suu Kyi in Myanmar in Haft. Jetzt hat die MilitĂ€rjunta erstmals wieder Wahlen organisiert. Der Sohn der frĂŒheren Freiheitsikone ĂŒbt scharfe Kritik.

  • Aung San Suu Kyi wurde zu einer langjĂ€hrigen Haftstrafe verurteilt. (Archivbild) - Foto: Peter Dejong/AP/dpa

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  • Kim Aris, der Sohn der inhaftierten FriedensnobelpreistrĂ€gerin Aung San Suu Kyi, wendet sich immer wieder mit Videos an die Öffentlichkeit. (Archivbild) - Foto: Nyein Chan Naing/dpa

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Aung San Suu Kyi wurde zu einer langjĂ€hrigen Haftstrafe verurteilt. (Archivbild) - Foto: Peter Dejong/AP/dpaKim Aris, der Sohn der inhaftierten FriedensnobelpreistrĂ€gerin Aung San Suu Kyi, wendet sich immer wieder mit Videos an die Öffentlichkeit. (Archivbild) - Foto: Nyein Chan Naing/dpa

Der Sohn der in Myanmar inhaftierten FriedensnobelpreistrĂ€gerin Aung San Suu Kyi hat die von der MilitĂ€rjunta organisierte Wahl in dem Krisenland heftig kritisiert. «Diese sogenannte Wahl, inszeniert von der Junta und unterstĂŒtzt von anderen Diktatoren, ist nichts weiter als ein Betrug», sagte der 48-jĂ€hrige Kim Aris in einem in sozialen Medien verbreiteten Video. 

Im frĂŒheren Birma hat am Morgen eine umstrittene Parlamentswahl begonnen, die in mehreren Phasen stattfinden soll und von Beobachtern und Menschenrechtlern bereits als «Farce» bezeichnet wird. Es ist das erste Votum seit dem Putsch vor fast fĂŒnf Jahren, bei dem die GenerĂ€le Suu Kyi (80) entmachtet und festgenommen hatten. Wo sie genau festgehalten wird und wie es ihr geht, ist unklar.

«Legitimieren Sie dieses barbarische Regime nicht»

«Solange die demokratisch gewĂ€hlte PrĂ€sidentin, meine Mutter Aung San Suu Kyi, und alle anderen demokratisch gewĂ€hlten politischen FĂŒhrer in Haft sind, kann es weder LegitimitĂ€t noch Frieden noch eine Zukunft geben», betonte Aris. Das Volk in dem Krisenland habe seine Vertreter bereits gewĂ€hlt, und sie alle sĂ€ĂŸen im GefĂ€ngnis. «Bitte legitimieren Sie dieses barbarische Regime nicht», forderte er die internationale Gemeinschaft auf.

Bereits im September hatte sich Kim Aris in einem Video an die Öffentlichkeit gewandt und von «sich verschlimmernden Herzkomplikationen» seiner Mutter berichtet. Niemand wisse, ob sich jemand um sie kĂŒmmere, erklĂ€rte er. Das Vorgehen des MilitĂ€rs sei «grausam, lebensbedrohlich und inakzeptabel».

Suu Kyi setzte sich in den 1980er Jahren fĂŒr einen gewaltlosen Demokratisierungsprozess ein und wurde deshalb damals bereits 15 Jahre unter Hausarrest gestellt. 1991 erhielt sie fĂŒr ihren Einsatz gegen UnterdrĂŒckung und soziale Ungerechtigkeit den Friedensnobelpreis. International war die Politikerin aber schon lĂ€nger umstritten - vor allem wegen der staatlichen Diskriminierung der Rohingya und ihres Schweigens zur Gewalt gegen die muslimische Minderheit. Beim eigenen Volk ist Suu Kyi hingegen nach wie vor beliebt.

@ dpa.de