Scholz-Aufruf an EU-LĂ€nder: Ukraine gemeinsam unterstĂŒtzen
31.01.2024 - 14:26:22FĂŒnf europĂ€ische Regierungschefs um Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) haben sich in einem gemeinsamen Meinungsbeitrag fĂŒr langfristige militĂ€rische UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine stark gemacht. Der fortdauernde Kampfwille der Ukraine sei eine Inspiration fĂŒr alle, die Freiheit und Gerechtigkeit schĂ€tzten, schrieben Scholz und die MinisterprĂ€sidentinnen und -prĂ€sidenten der EU-LĂ€nder DĂ€nemark, Estland, Niederlande und Tschechien in einem in der «Financial Times» veröffentlichten Beitrag.
Es drohten jedoch zentrale Probleme: Die Ukraine habe unzureichende Mengen an Artilleriemunition, und die Zusagen fĂŒr militĂ€rische Hilfen liefen Gefahr, den Bedarf des Landes nicht zu decken.
Munitions-Ziel verfehlt
Die EU hat im MĂ€rz 2023 versprochen, der Ukraine innerhalb von zwölf Monaten eine Million neue Artilleriegeschosse bereitzustellen. Die harte Wahrheit sei, dass man dieses Ziel verfehle, hieĂ es in dem Schreiben. Man dĂŒrfe die Versprechen jedoch nicht aufgeben. Die Waffen- und Munitionslieferungen der EU-Staaten an die Ukraine seien wichtiger denn je.
Die EU und ihre Mitgliedstaaten mĂŒssten ihre BemĂŒhungen daher erneuern und ihre militĂ€rische UnterstĂŒtzung erhöhen, forderten Scholz, die dĂ€nische Regierungschefin Mette Frederiksen, der tschechische MinisterprĂ€sident Petr Fiala, die estnische MinisterprĂ€sidentin Kaja Kallas und der niederlĂ€ndische Regierungschef Mark Rutte.
Alle Staaten mĂŒssten ihr ĂuĂerstes bei der UnterstĂŒtzung der Ukraine tun, um die hohe Last zu schultern - es mĂŒsse sich weiterhin um eine «kollektive Anstrengung» handeln, schrieben die fĂŒnf Regierungschefs.
«Wir EuropÀer haben eine besondere Verantwortung»
«Wir rufen Freunde und Partner der Ukraine auf, sich erneut zu einer nachhaltigen, langfristigen militĂ€rischen UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine als gemeinsame europĂ€ische Verantwortung zu bekennen», hieĂ es in dem Schreiben. Diese Entscheidung mĂŒsse von jedem Land getroffen werden - nur dann werde die Ukraine in der Lage sein, sich gegen die russische Aggression zu verteidigen. «Wir EuropĂ€er haben eine besondere Verantwortung. Deshalb mĂŒssen wir handeln. Europas Zukunft hĂ€ngt davon ab», betonten sie.


