Wolodymyr Selenskyj, F-16

DĂ€nemark und Niederlande wollen F-16-Kampfjets liefern

20.08.2023 - 15:22:59

Seit Langem schon fordert der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj F-16-Kampfflugzeuge fĂŒr sein Land, um den russischen Angriffskrieg abzuwehren. Nun kommen erste feste Zusagen.

  • Wolodymyr Selenskyj (2.v.r) und Mark Rutte (M) laufen an einem F-16 Kampfjet vorbei. - Foto: Peter Dejong/AP/dpa

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Wolodymyr Selenskyj (2.v.r) und Mark Rutte (M) laufen an einem F-16 Kampfjet vorbei. - Foto: Peter Dejong/AP/dpaWolodymyr Selenskyj (2.v.r) und Mark Rutte (M) laufen an einem F-16 Kampfjet vorbei. - Foto: Peter Dejong/AP/dpa

DÀnemark und die Niederlande werden der Ukraine F-16-Kampfjets liefern. Das teilten der niederlÀndische Regierungschef Mark Rutte und das Verteidigungsministerium in Kopenhagen mit. Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem Durchbruch.

Selenskyj war kurz zuvor zu einem Besuch in den Niederlanden eingetroffen. Er erwartet demnach 42 Jets, die nach der Ausbildung der ukrainischen Piloten, an das Land geliefert werden sollen, wie er nach GesprÀchen mit Rutte im Nachrichtenkanal Telegram mitteilte. Er veröffentlichte auch ein Selfie von sich mit einem breiten LÀcheln und Rutte vor einem Kampfjet.

Wann genau die Flugzeuge geliefert werden sollen, war zunĂ€chst unklar. In der Mitteilung des dĂ€nischen Verteidigungsministeriums hieß es, man stimme dem Transfer der F-16-Flugzeuge in enger Zusammenarbeit mit den USA und anderen Partnern zu, wenn die Bedingungen fĂŒr einen solchen Transfer erfĂŒllt seien. Dazu gehöre die erfolgreiche Auswahl und Ausbildung von ukrainischem F-16-Personal sowie die notwendigen Autorisierungen, Infrastruktur und Logistik.

Washington macht den Weg frei

Selenskyj wirbt bereits seit Langem dafĂŒr, dass sein Land moderne westliche Kampfjets erhĂ€lt, um den russischen Angriffskrieg effektiv abwehren zu können. Bislang war die Abgabe von F-16 jedoch an den USA gescheitert, wo die Flugzeuge entwickelt wurden. Washington machte den Weg fĂŒr Lieferungen aus Drittstaaten jedoch vor Kurzem frei.

«Mit dem heutigen Tag wird es konkret. Sie werden am ukrainischen Himmel sein. Danke Niederlande! Danke Mark! Danke allen, die helfen», sagte Selenskyj. Rutte und er hĂ€tten sich ĂŒber die Lieferung des Jets verstĂ€ndigt. «Das ist erst der Anfang», sagte er.

In den Niederlanden werden die F-16 ĂŒberflĂŒssig, da sie derzeit durch F-35 ersetzt werden. Laut einem Sprecher des Verteidigungsministeriums verfĂŒgt die Königlich-NiederlĂ€ndische Luftwaffe noch ĂŒber 42 F-16, von denen 24 einsatzbereit sind.

DĂ€nemark und die Niederland hatten zuvor ihre Bereitschaft zur Lieferung des aus den USA stammenden Kampfjets F-16 erklĂ€rt. Innerhalb der Nato hatte sich im Sommer eine von den beiden LĂ€ndern gefĂŒhrte Koalition gebildet, um ukrainische Piloten fĂŒr die Nutzung der F-16 auszubilden. Auch Belgien und Norwegen gelten als mögliche Lieferanten der US-Jets.

Selenskyj zu Besuch in DĂ€nemark

Nach seinem Besuch in den Niederlanden ist Selenskyj ohne vorherige öffentliche AnkĂŒndigung in DĂ€nemark eingetroffen. Er werde sich mit der dĂ€nischen MinisterprĂ€sidentin Mette Frederiksen, der königlichen Familie, Parteivorsitzenden und Vertretern der Wirtschaft treffen, teilte er im Nachrichtenkanal Telegram mit. «Wir arbeiten weiter daran, die Ukraine und unsere Menschen zu stĂ€rken», schrieb er weiter.

@ dpa.de