Shutdown, Kongress

Shutdown abgewendet - Kongress stimmt fĂŒr Übergangslösung

19.01.2024 - 02:08:41

Seit September kann sich der tief gespaltene US-Kongress nicht auf einen Bundeshaushalt einigen. Nun stimmen die beiden Kammern des Parlaments erneut fĂŒr eine Übergangslösung.

Ein Stillstand der RegierungsgeschĂ€fte in den USA ist vorerst abgewendet. Der Kongress verabschiedete nun ein Gesetz, das die Finanzierung der Regierung bis in den MĂ€rz hinein sicherstellt. US-PrĂ€sident Joe Biden muss es noch unterschreiben, dies gilt aber als Formalie. Es handelt sich um eine VerlĂ€ngerung der geltenden Vorgaben fĂŒr Regierungsausgaben und somit nur um eine Übergangsregelung - die dritte in Folge. Denn das gespaltene Parlament kann sich seit September nicht auf ein Gesetz zur Finanzierung fĂŒr das ganze Jahr einigen. Mit der VerlĂ€ngerung wollen sich die Parlamentarier erneut mehr Zeit verschaffen, um eine Einigung zu finden.

In der Nacht zum Samstag wĂ€re die Finanzierung von rund einem FĂŒnftel der Gelder fĂŒr RegierungsgeschĂ€fte und Bundesbehörden ausgelaufen, darunter Geld fĂŒr MilitĂ€r und Veteranen, Landwirtschaft und Verkehr. Die Finanzierung der anderen vier FĂŒnftel, wie beispielsweise das Außenministerium, Handel, Arbeit und Gesundheit wĂ€re nur noch bis zum 2. Februar sichergestellt gewesen. Die beiden Fristen wurden nun verlĂ€ngert - auf den 1. und 8. MĂ€rz. Eine kĂŒrzlich erzielte GrundsatzverstĂ€ndigung zwischen dem republikanischen Vorsitzenden des ReprĂ€sentantenhauses, Mike Johnson, und dem demokratischen MehrheitsfĂŒhrer im Senat, Chuck Schumer, lĂ€sst hoffen, dass bis dahin nun eine Einigung erzielt werden kann.

Dies ist jedoch alles andere als sicher, weil einige republikanische Hardliner dagegen rebellieren. Johnson versucht, diese KrĂ€fte zu einen. Sein VorgĂ€nger, Kevin McCarthy, war ĂŒber die Finanzierungsfrage gestĂŒrzt.

Der Bundeshaushalt klammert die von Biden beantragten Milliarden-UnterstĂŒtzungen fĂŒr Israel und die Ukraine genauso aus wie neue Gelder fĂŒr eine VerschĂ€rfung der Migrationspolitik an der Grenze zu Mexiko. Vor allem einige Republikaner sehen die UnterstĂŒtzung fĂŒr die von Russland angegriffene Ukraine skeptisch oder lehnen diese ab. Biden versucht die Freigabe zusĂ€tzlicher Mittel zu erreichen und ringt in dieser Frage mit den Parlamentariern um eine Lösung. Er hatte sich am Mittwoch mit den Spitzen beider Parteien im Weißen Haus getroffen, um Bewegung in die Debatte zu bringen.

@ dpa.de