Georgiens, PrÀsident

Georgiens neuer PrĂ€sident ins Amt eingefĂŒhrt

29.12.2024 - 08:59:50 | dpa.de

Seit Wochen gibt es in Georgien Massenproteste gegen den antieuropÀischen Kurs der Regierung. Nun ist der neue PrÀsident im Amt. Die bisherige EU-freundliche Staatschefin verlÀsst den Palast.

  • Der frĂŒhere Fußballer Michail Kawelaschwili ist neuer PrĂ€sident der seit Wochen von proeuropĂ€ischen Protesten erschĂŒtterten SĂŒdkaukasusrepublik Georgien. (Archivbild) - Foto: Uncredited/AP/dpa
    Der frĂŒhere Fußballer Michail Kawelaschwili ist neuer PrĂ€sident der seit Wochen von proeuropĂ€ischen Protesten erschĂŒtterten SĂŒdkaukasusrepublik Georgien. (Archivbild) - Foto: Uncredited/AP/dpa
  • Der prowestliche PrĂ€sidentin Salome Surabischwili will ihren Posten nicht rĂ€umen und fordert Neuwahlen.  - Foto: Zurab Tsertsvadze/AP/dpa
    Der prowestliche PrÀsidentin Salome Surabischwili will ihren Posten nicht rÀumen und fordert Neuwahlen. - Foto: Zurab Tsertsvadze/AP/dpa
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In der SĂŒdkaukasusrepublik Georgien hat trotz wochenlanger Proteste der neue PrĂ€sident Michail Kawelaschwili bei einer feierlichen Zeremonie im Parlament sein Amt angetreten. Der 53-JĂ€hrige legte in der Hauptstadt Tiflis (Tbilissi) den Eid auf die Bibel und die Verfassung ab. Er schwor, den Interessen Georgiens zu dienen. 

Die bisherige prowestliche Staatschefin Salome Surabischwili erklĂ€rte derweil vor AnhĂ€ngern, dass sie den PrĂ€sidentensitz zwar verlasse, aber ihre LegitimitĂ€t mitnehme. Sie erkennt die Wahl Kawelaschwilis vom 14. Dezember nicht an und fordert mit UnterstĂŒtzung von Massenprotesten Neuwahlen. 

Staatschefs nehmen in dem Land, das auch eine lange Grenze mit Russland hat, eher reprĂ€sentative Aufgaben wahr. «Diese Parodie, die jetzt im Parlament lĂ€uft, das ist eine echte Parodie, die das Land nicht verdient hat», sagte Surabischwili ĂŒber die AmtseinfĂŒhrung. Viele AnhĂ€nger hatten erwartet, dass die Politikerin im Palast bleibt und weiter kĂ€mpft.

Tausende vor der PrÀsidentenresidenz

Die Regierungspartei Georgischer Traum, die Kawelaschwili aufgestellt hatte, hatte Surabischwili mit GefĂ€ngnis gedroht, sollte sie den Amtssitz des Staatsoberhaupts im Zentrum der Hauptstadt nicht verlassen. Vor der Residenz versammelten sich am Morgen Tausende AnhĂ€nger, um Surabischwili zu unterstĂŒtzen. Am Parlament unweit der Residenz gab es Medien zufolge zunĂ€chst keine grĂ¶ĂŸeren Proteste gegen die AmtseinfĂŒhrung.

Seit Wochen demonstrieren tĂ€glich Tausende Menschen fĂŒr eine RĂŒckkehr zum EU-Kurs des Landes und fĂŒr eine Wiederholung der Parlamentswahl vom Oktober, bei der sich die nationalkonservative Regierungspartei Georgischer Traum zur Siegerin erklĂ€ren ließ. Der Georgische Traum hatte EU-Beitrittsverhandlungen des Landes bis 2028 auf Eis gelegt und damit die Proteste ausgelöst.

Der frĂŒhere MittelstĂŒrmer Kawelaschwili ist seit 2016 Abgeordneter im georgischen Parlament. Davor war er Fußballer fĂŒr verschiedene Vereine im In- und Ausland.

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