Ukraine, Russland

Selenskyj fordert Handeln gegen Moskaus Terror aus der Luft

12.10.2025 - 11:49:36

Die Ukraine hat eine weitere Woche mit Tausenden Angriffen aus der Luft hinter sich. PrÀsident Selenskyj beklagt Terror und erklÀrt, was aus seiner Sicht den Weg zu dauerhaftem Frieden ebnen kann.

Der ukrainische PrÀsident Wolodymyr Selenskyj hat nach einer Woche mit mehr als 4.000 russischen Angriffen aus der Luft die Weltgemeinschaft zum Handeln aufgefordert. «Moskau erlaubt sich eine Eskalation seiner Angriffe und nutzt dabei offen die Tatsache aus, dass die Welt sich auf die Sicherung des Friedens im Nahen Osten konzentriert», teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit.

«Genau deshalb darf der Druck nicht nachlassen. Sanktionen, Zölle und gemeinsame Maßnahmen gegen die KĂ€ufer von russischem Öl – diejenigen, die diesen Krieg finanzieren – mĂŒssen weiterhin auf dem Tisch bleiben», sagte er. 

Dieser Ansatz könne den Weg zu einem dauerhaften Frieden fĂŒr Europa ebnen. «Die Welt kann dies parallel zum Friedensprozess im Nahen Osten gewĂ€hrleisten», sagte der ukrainische PrĂ€sident. 

Die Ukraine fordert seit langem etwa Sanktionen gegen China und Indien, die zu Russlands wichtigsten Ölkunden gehören.

Russland habe seinen «Terror aus der Luft gegen unsere StÀdte und Gemeinden» und die Angriffe auf die Energieinfrastruktur intensiviert, sagte Selenskyj. Allein in der vergangenen Woche habe das Land mehr als 3.100 Drohnen, 92 Raketen und rund 1.360 Gleitbomben gegen die Ukraine eingesetzt.

Selenskyj: Kind in Kirche durch Gleitbombe getötet

«Gestern wurde in Kostjantyniwka ein Kind in einer Kirche durch eine Fliegerbombe getötet», berichtete Selenskyj. Die Behörden sprachen von insgesamt vier Toten im Gebiet Donezk, davon zwei in Kostjantyniwka. Im Gebiet Cherson seien zwei Menschen getötet worden.

Die ganze Woche habe Russland etwa unter anderem die Regionen Sumy, Charkiw und Donezk mit Terror ĂŒberzogen, hieß es in einem von Selenskyj ebenfalls veröffentlichten Video mit Aufnahmen von BrĂ€nden und Zerstörungen. Die Ukraine brauche noch immer mehr Flugabwehrsysteme, die von den VerbĂŒndeten versprochen worden seien. «Wir brauchen starke UnterstĂŒtzung von unseren Partnern», hieß es in einem Appell des Videos.

Auch am Sonntag meldeten die ukrainischen LuftstreitkrĂ€fte mehr als 100 russische Drohnenangriffe, von denen fast alle abgewehrt worden seien. Betroffen von den Angriffen ist seit Tagen besonders die Energieinfrastruktur der Ukraine. Laut Energieministerium in Kiew waren vor allem die Gebiete Odessa im SĂŒden, Tschernihiw im Norden und Donezk im Osten Ziele der Angriffe. Laut Behörden kam es dort zu StromausfĂ€llen und Unterbrechungen der Wasserversorgung.

Russland fĂŒhrt seit mehr als dreieinhalb Jahren Krieg gegen die Ukraine.

@ dpa.de

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