DIW erwartet bei Nahost-Eskalation deutlichen Preisanstieg
03.10.2024 - 01:00:00
"Der Nahe Osten bleibt einer der wichtigsten Produzenten von Ăl und Gas, eine Eskalation des Krieges dĂŒrfte die Preise deutlich ansteigen lassen und damit auch die energieintensive Industrie in Deutschland einen weiteren RĂŒckschlag bescheren", sagte der PrĂ€sident des Deutschen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben).
Eine Ausweitung des Krieges wĂŒrde wichtige Handelswege beeintrĂ€chtigen und deutsche Exportunternehmen treffen. "Der wichtigste wirtschaftliche Schaden durch eine Ausweitung des Krieges dĂŒrfte jedoch eine Verschlechterung der Stimmung bei Unternehmen und Konsumenten sein. Wirtschaft ist ein groĂen Teil Psychologie und die wohl wichtigste HĂŒrde in Deutschland fĂŒr eine schnellere Erholung, ist das fehlende Vertrauen", sagte Fratzscher.
Volker Treier, AuĂenwirtschaftschef bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), sagte den Funke-Zeitungen: "Eine weitere Zuspitzung des Konflikts könnte nicht nur dramatische Auswirkungen auf den Ălpreis haben, sondern auch erneute Störungen der Lieferketten nach sich ziehen."
Die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer hĂ€tten bereits zu höheren Frachtkosten gefĂŒhrt.
"Der Zugang zur StraĂe von Hormus, die fĂŒr den Welthandel von entscheidender Bedeutung ist, gerĂ€t nun verstĂ€rkt in den Fokus. Das deutsche GeschĂ€ftsmodell einer internationalen Arbeitsteilung, das vom ungehinderten Handel und Austausch abhĂ€ngig ist, gerĂ€t zunehmend unter Druck." Die angespannte Sicherheitslage fĂŒhre zu weiterer Verunsicherung bei Unternehmen und verzögere Investitionen.


