US-Zwischenwahlen, South Carolina

South Carolina: Demokratin Andrews gewinnt Senatssitz

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 04:09 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Demokratin Annie Andrews setzt sich bei der Parlamentswahl gegen die von Donald Trump unterstützte Republikanerin Darline Graham Nordone durch. Der Wechsel betrifft einen traditionell republikanisch geprägten Bundesstaat und könnte für die Mehrheitsbildung im Senat relevant werden.

Wechsel im Senat von South Carolina

  • Die Demokratin Annie Andrews gewinnt den Senatssitz gegen die Republikanerin Darline Graham Nordone.
  • Die Hochrechnungen beruhen auf Stimmauszählungen und Wählerbefragungen der Sender NBC News und CBS News.
  • Graham Nordone ist die Schwester des im Sommer gestorbenen Senators Lindsey Graham.
Trump hatte auf den Namen Graham gesetzt - doch eine Demokratin setzte sich durch. - Bild: Mic Smith/AP/dpa

Demokratin Andrews gewinnt Senatssitz in South Carolina

Die Republikaner haben im US-Bundesstaat South Carolina Hochrechnungen zufolge einen weiteren Senatssitz an die Demokraten verloren. Die von Präsident Donald Trump unterstützte Kandidatin Darline Graham Nordone unterlag bei der Parlamentswahl der Demokratin Annie Andrews.

Ergebnis nach Stimmauszählung und Befragungen

Das Ergebnis wurde auf Grundlage von Stimmauszählungen und Wählerbefragungen bekannt. Graham Nordone ist die Schwester des im Sommer gestorbenen Senators Lindsey Graham.

Auswirkung auf das Rennen um den Senat

Der Sitzwechsel ist Teil der landesweiten Kongresswahlen in den USA. Für die Demokraten zählt jeder gewonnene Senatssitz im Ringen um die Mehrheitsverhältnisse in der Parlamentskammer.

South Carolina gilt als republikanisch geprägter Bundesstaat. Der Erfolg von Andrews verschafft den Demokraten dort ein Mandat und erhöht den Druck auf die Republikaner in weiteren umkämpften Bundesstaaten.

Trump verliert unterstützte Kandidatin

Mit Graham Nordone scheitert eine Kandidatin, für die sich Trump im Wahlkampf eingesetzt hatte. Das Ergebnis zeigt, dass die Unterstützung des Präsidenten nicht in jedem Bundesstaat den Sieg eines republikanischen Bewerbers sichert.

Welche Folgen der Sitzwechsel für die Kontrolle des Senats hat, hängt vom Ausgang der übrigen Senatsrennen ab. Andrews übernimmt den Sitz nach dem Wahlerfolg der Demokraten in South Carolina.

Der Verlust des Senatssitzes in South Carolina fällt in die landesweiten Zwischenwahlen zum US-Kongress. Dabei werden Sitze im Senat und im Repräsentantenhaus neu vergeben; der Ausgang entscheidet maßgeblich darüber, wie viel politischen Spielraum Präsident Donald Trump für Gesetzgebung und Personalentscheidungen behält.

South Carolina gilt traditionell als republikanisch geprägter Bundesstaat. Dass die von Trump unterstützte Kandidatin Darline Graham Nordone dort unterliegt, verleiht dem Ergebnis deshalb über den einzelnen Sitz hinaus Bedeutung. Zugleich war die Wahl durch die familiäre Verbindung zum verstorbenen Senator Lindsey Graham besonders aufmerksamkeitsstark.

Bedeutung für die Senatsmehrheit

Für die Demokraten zählt jeder gewonnene Sitz, wenn sie die Mehrheitsverhältnisse im Senat verändern wollen. Eine einzelne Niederlage der Republikaner entscheidet den Gesamtausgang zwar nicht allein, kann aber zusammen mit weiteren umkämpften Rennen die Kräfteverteilung verschieben.

Für die politische Arbeit in Washington kommt es anschließend nicht nur auf die Zahl der Sitze, sondern auch auf die Geschlossenheit der Fraktionen an. Ein demokratischer Zugewinn könnte die Kontrolle über Ausschüsse, Abstimmungen und die parlamentarische Kontrolle der Regierung beeinflussen.

Signal über South Carolina hinaus

Das Ergebnis zeigt zudem, dass auch die Unterstützung des Präsidenten nicht automatisch den Sieg einer republikanischen Kandidatin garantiert. Für die Demokraten ist der Erfolg ein Signal, dass sie in einem republikanisch geprägten Umfeld konkurrenzfähig sein können.

Für die Republikaner stellt sich damit die Frage, ob weitere Niederlagen folgen und ob die Partei ihre Strategie für künftige Wahlen anpassen muss. Die unmittelbare Folge ist zunächst der Wechsel des Senatssitzes an Annie Andrews.

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