US-Wahlkampf, TV-Debatte

US-Wahlkampf: Weitere TV-Debatte der Republikaner abgesagt

17.01.2024 - 22:28:05

Stell dir vor, es ist Fernsehdebatte und niemand geht hin: Nicht nur Ex-US-PrĂ€sident Trump weigert sich, im Wahlkampf bei den ĂŒblichen TV-Runden mit parteiinternen Konkurrenten mitzumachen. Auch eine andere stellt sich quer.

  • Bei der ersten Vorwahl der Republikaner in Iowa hatte Donald Trump einen klaren Sieg eingefahren. - Foto: Andrew Harnik/AP/dpa

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  • Ohne Trump kommt auch sie nicht mehr zu TV-Duellen: PrĂ€sidentschaftsbewerberin Nikki Haley. - Foto: Abbie Parr/AP

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Bei der ersten Vorwahl der Republikaner in Iowa hatte Donald Trump einen klaren Sieg eingefahren. - Foto: Andrew Harnik/AP/dpaOhne Trump kommt auch sie nicht mehr zu TV-Duellen: PrÀsidentschaftsbewerberin Nikki Haley. - Foto: Abbie Parr/AP

Wenige Tage vor der nĂ€chsten Vorwahl im US-Bundesstaat New Hampshire fĂ€llt auch eine weitere geplante Fernsehdebatte der republikanischen PrĂ€sidentschaftsbewerber flach - aus Mangel an Teilnehmern. Der Fernsehsender CNN teilte auf Anfrage mit, die eigentlich fĂŒr Sonntagabend (Montagnacht MEZ) geplante Runde werde abgesagt, da nur ein einziger der Kandidaten, die sich qualifiziert hĂ€tten, zugesagt habe.

Zuvor war bereits eine fĂŒr diesen Donnerstag geplante Fernsehdebatte eines anderes Senders aus dem gleichen Grund kurzfristig gestrichen worden.

Der Hintergrund: Der frĂŒhere US-PrĂ€sident Donald Trump, der im republikanischen Bewerberfeld in Umfragen weit vorne liegt und die erste Vorwahl im Bundesstaat Iowa vor wenigen Tagen haushoch gewann, weigert sich bereits seit Monaten, im Wahlkampf mit seinen parteiinternen Konkurrenten fĂŒr TV-Debatten auf die BĂŒhne zu treten. Zuletzt hatten bei den Runden aus dem sehr geschrumpften Bewerberfeld nur noch Floridas Gouverneur, Ron DeSantis, und die frĂŒhere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, teilgenommen. Nach der Abstimmung in Iowa hatte Haley verkĂŒndet, ohne Konkurrent Trump werde sie bei keinen weiteren TV-Debatten mehr mitmachen. Da sich Trump davon völlig unbeeindruckt zeigte und nur noch DeSantis ĂŒbrig blieb, fallen die beiden Debatten nun aus.

UngĂŒnstig fĂŒr Ron DeSantis

Politisch schadet das vor allem DeSantis, der vor der Abstimmung in New Hampshire am kommenden Dienstag dringend die große BĂŒhne gebraucht hĂ€tte, um zu punkten. Auch in dem Bundesstaat an der US-OstkĂŒste liegt Trump im Feld der republikanischen PrĂ€identschaftsanwĂ€rter in Umfragen klar in FĂŒhrung. Haley hat dort jedoch deutlich zum Spitzenreiter aufgeschlossen, wĂ€hrend DeSantis weit abgeschlagen im einstelligen Bereich rangiert.

Wer Kandidat der Republikaner werden möchte, muss sich zuerst in parteiinternen Abstimmungen in den einzelnen US-Bundesstaaten durchsetzen. Die PrĂ€sidentschaftswahl steht Anfang November an. Bei den Demokraten will PrĂ€sident Joe Biden fĂŒr eine zweite Amtszeit antreten und hat bei den internen Vorwahlen seiner Partei als Amtsinhaber keine ernstzunehmende Konkurrenz.

@ dpa.de