US-PrÀsident, Biden

US-PrÀsident Biden zu Kandidatur: «Ich bleibe im Rennen»

05.07.2024 - 22:09:03

Trotz des TV-Debakels gegen Trump erklÀrt Biden, dass er im PrÀsidentschaftsrennen bleiben will. Ob er dem wachsenden Druck standhalten kann, bleibt abzuwarten.

Joe Biden besteht nach dem TV-Debakel gegen seinen republikanischen Herausforderer Donald Trump darauf, im PrÀsidentschaftsrennen zu bleiben. «Lassen Sie mich das so klar sagen, wie ich kann: Ich bleibe im Rennen. Ich werde Donald Trump schlagen», sagte der 81 Jahre alte US-PrÀsident bei einem Wahlkampfauftritt in Madison im US-Bundesstaat Wisconsin. 

Der Demokrat kĂ€mpft aktuell an allen Fronten, um seine PrĂ€sidentschaftskandidatur zu retten. In den vergangenen Tagen ist der Druck auf ihn deutlich gewachsen - sowohl einige Parteimitglieder als auch Großspender haben sich gegen ihn gestellt. Es ist offen, ob Biden diesem Druck langfristig standhalten kann. 

Biden tritt selbstbewusst auf

«Wenn man am Boden liegt, steht man wieder auf», sagte der Demokrat vor jubelnden AnhĂ€ngern. Mit Blick auf seinen Kontrahenten Trump sagte Biden: «Ich kann es kaum erwarten, Leute, konzentrieren wir uns auf das, was wirklich wichtig ist, nĂ€mlich gegen den grĂ¶ĂŸten LĂŒgner und die grĂ¶ĂŸte Bedrohung anzutreten.»

Biden hatte vor einer Woche bei dem abendlichen Fernseh-Duell mit seinem republikanischen Herausforderer Donald Trump einen desaströsen Auftritt hingelegt, sich mehrfach versprochen und den Faden verloren. Nach dem Auftritt entbrannte in den USA eine Debatte darĂŒber, ob Biden wirklich der richtige Kandidat der Demokraten fĂŒr die PrĂ€sidentenwahl im November ist. 

Der Ă€lteste PrĂ€sident in der US-Geschichte beharrt allerdings darauf, fit genug fĂŒr eine weitere Amtszeit zu sein und zeigt sich unbeirrt. So deutlich und selbstbewusst wie bei seinem Auftritt in Wisconsin hatte er sich aber zuvor noch nicht geĂ€ußert. 

Alle Augen auf Biden

Der 81-JĂ€hrige steht unter intensiver Beobachtung - jeder Auftritt wird genau verfolgt. Biden tut sich bei Auftritten, bei denen er nicht vom Teleprompter ablesen kann, oft schwer. Er verhaspelt sich regelmĂ€ĂŸig, verwechselt Namen und Orte. Das dĂŒrfte einer der GrĂŒnde sein, warum der Demokrat kaum TV-Interviews gibt. 

Offenbar war der Druck nun aber so groß, dass Biden heute TV-Journalist George Stephanopoulos in Wisconsin Rede und Antwort stehen will. Das gesamte Interview soll zur besten Sendezeit (2.00 Uhr in der deutschen Nacht zum Samstag) ausgestrahlt werden. Der Auftritt gilt als bedeutende BewĂ€hrungsprobe.

Biden hat die PrĂ€sidentschaftskandidatur fĂŒr seine Partei eigentlich sicher - offiziell soll er beim Parteitag der Demokraten in Chicago im August gekĂŒrt werden. Bei den Vorwahlen hat der US-PrĂ€sident die nötigen Delegiertenstimmen dafĂŒr gesammelt. Nennenswerte Konkurrenz hatte er im Vorwahlkampf nicht. Offen ist nun, ob er doch noch das Handtuch wirft. 

 

 

 

@ dpa.de