Tote, Raketenschlag

Viele Tote nach russischem Raketenschlag auf Krywyj Rih

04.04.2025 - 18:53:52

Trotz GesprĂ€chen ĂŒber eine umfassende Waffenruhe greift Russland in seinem Krieg weiter ukrainisches Hinterland an. Ein Raketenangriff auf die Stadt Krywyj Rih hat verheerende Folgen.

  • Krywyj Rih, die sĂŒdostukrainische Heimatstadt von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj, ist regelmĂ€ĂŸig Ziel russischer Raketen. (Archivbild) - Foto: Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

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  • Nach ukrainischen Angaben sind unter den Opfern des Angriffs auch sechs Kinder. - Foto: Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

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Krywyj Rih, die sĂŒdostukrainische Heimatstadt von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj, ist regelmĂ€ĂŸig Ziel russischer Raketen. (Archivbild) - Foto: Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpaNach ukrainischen Angaben sind unter den Opfern des Angriffs auch sechs Kinder. - Foto: Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

In der sĂŒdostukrainischen Industriestadt Krywyj Rih sind durch einen russischen Raketenschlag nach Behördenangaben mindestens 16 Menschen getötet worden. «Darunter sind auch sechs Kinder», schrieb der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Mehr als 50 weitere Personen sind nach Angaben der MilitĂ€rverwaltung verletzt worden. Der Angriff sei mit einer ballistischen Rakete durchgefĂŒhrt worden.

Getroffen worden sei eine gewöhnliche Stadt, der Schlag sei gegen eine belebte Straße und WohnhĂ€user gefĂŒhrt worden, beklagte Selenskyj. «Es gibt nur einen Grund, warum das weitergeht: Russland will keine Feuerpause, und wir sehen das.» Der ukrainische Staatschef forderte, den Druck auf Moskau zu erhöhen: Amerika, Europa und der Rest der Welt hĂ€tten genĂŒgend Möglichkeiten, um Russland zu zwingen, Terror und Krieg einzustellen.

Autos und Garagen seien in Brand geraten und mehrstöckige WohnhĂ€user beschĂ€digt worden, erklĂ€rte Gebietsgouverneur Serhij Lyssak. Die Zahl der Opfer dĂŒrfte noch zunehmen. Die Heimatstadt von PrĂ€sident Selenskyj liegt gut 70 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Das russische MilitĂ€r bestĂ€tigte spĂ€ter den Schlag gegen Krywyj Rih. Moskau sprach hierbei allerdings von einem «HochprĂ€zisionsschlag». Getroffen worden sei ein Restaurant, in dem sich ukrainische Kommandeure mit westlichen Instrukteuren getroffen hĂ€tten. «Durch den Schlag lagen die Verluste des Gegners bei 85 Soldaten und Offizieren auslĂ€ndischer Staaten», heißt es in der Pressemitteilung. Zudem seien rund 20 MilitĂ€rfahrzeuge zerstört worden. Zu zivilen Opfern machte Moskau keine Angaben. Auf von ukrainischer Seite veröffentlichten Bildern vom Ort des Angriffs waren keine Hinweise auf militĂ€rische Ziele zu sehen.

Die Ukraine wehrt sich seit ĂŒber drei Jahren gegen eine russische Invasion.

@ dpa.de