Ausland, Ausland

Österreich spricht sich fĂŒr eine Begrenzung des EU-Etats aus

19.02.2020 - 08:02:05 | ad-hoc-news.de

Trotz Green Deal und Digitalisierungsinitiative, sollen die Haushaltsmittel der EU nur begrenzt steigen.

Fahne von Österreich - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Fahne von Österreich - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Der Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der EU am morgigen Donnerstag, beschĂ€ftigt sich mit den Grundlinien des EU-Haushalts fĂŒr die nĂ€chsten Jahre. Österreich und die Bundesrepublik haben im Vorfeld angekĂŒndigt, die Ausgaben der EU im Blick zu behalten und einen moderaten Wachstumskurs anzustreben. Trotz der neuen EU-Projekte und des Austritts Großbritanniens, sollen die EU-BeitrĂ€ge der verbleibenden Mitgliedsstaaten nicht deutliche angehoben werden, fordert der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg. In der „Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung“ verweist er auf die Verantwortung seiner Regierung vor den Steuerzahlern und auf die österreichischen BemĂŒhungen zu einer Konsolidierung des Staatshaushaltes. Wer fĂŒr eine Begrenzung des EU-Etats eintritt, ist nicht der schlechtere EuropĂ€er. Österreich steht hinter der Idee der europĂ€ischen Union, aber es verlangt auch im europĂ€ischen Maßstab, dass einfache Haushaltregeln eingehalten werden. Wir plĂ€dieren fĂŒr einen sinnvollen und gemĂ€ĂŸigten Umgang mit Steuergeldern, egal ob im nationalen oder im europĂ€ischen Rahmen. Dies ist ein Gebot der Stunde. Die Verschwendung von Steuergeldern ist kein Statement fĂŒr Europa, sondern nur irrational, so der Außenminister. Es muss ein Gleichgewicht zwischen den wichtigen und neuen Aufgabenfeldern, wie der Klimapolitik und der Digitalisierungsstrategie, und den klassischen europĂ€ischen Handlungsfeldern, wie der Agrar- und Infrastrukturpolitik, hergestellt werden. Wir können nicht einfach nur zusĂ€tzliche Ausgaben beschließen, ohne auch qualitative VerĂ€nderungen am bestehenden Etat durchzufĂŒhren. Auch auf dem Gebiet der KohĂ€sionspolitik sieht Schallenberg Handlungsbedarf. Die Mittel zu einer Angleichung der Lebensbedingungen in den EU-Staaten, soll stĂ€rker an die Beachtung europĂ€ischer GrundsĂ€tze gekoppelt werden. Wer rechtsstaatliche Prinzipien oder demokratische Spielregeln verletzt, kann nicht auf der anderen Seite die Hand aufhalten und EU-Mittel einfordern. Es sollte ebenfalls garantiert sein, dass die KorruptionsbekĂ€mpfung in den LĂ€ndern funktioniert. EU-Gelder dĂŒrfen nicht im Korruptionssumpf versickern. Wir mĂŒssen sicherstellen, dass bei einem Missbrauch von europĂ€ischen Förderprogrammen, auch die Notbremse gezogen werden kann. Wer EU-Gelder veruntreut, muss zur Rechenschaft gezogen werden und die Mittel gegebenenfalls auch zurĂŒckzahlen. Das ist keine Schikane, sondern eine rationale Wirtschaftspolitik, so der österreichische Außenminister zur „Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung“.

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