Donald Trump, Dana White

Trump bietet Dana White Sprecherposten im Weißen Haus an

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 20:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
US-Präsident Donald Trump bringt den UFC-Chef für die bislang unbesetzte Kommunikationsstelle ins Spiel. Zugleich verbindet er den Vorschlag mit scharfen Angriffen auf die politische Linke.

Personelle Lücke im Weißen Haus

  • Donald Trump bot Dana White den Sprecherposten im Weißen Haus an.
  • Trump schlug vor, White könne Kämpfer seiner UFC als Assistenten mitbringen.
  • Katie Zacharia gab das Amt nach wenigen Tagen und einer kurzen Pressekonferenz auf.
Dana White (r) führt die Kampfsport-Liga UFC. (Archivbild) - Bild: Mark Schiefelbein/AP/dpa

Trump bringt UFC-Chef Dana White als Sprecher ins Spiel

US-Präsident Donald Trump hat den Kampfsport-Unternehmer Dana White als nächsten Sprecher des Weißen Hauses ins Gespräch gebracht. In einem Beitrag auf seiner Online-Plattform Truth Social schrieb Trump, er habe White den Job angeboten und forderte ihn auf, ihn anzunehmen.

Ungewöhnlicher Vorschlag nach Wahlschlappe

Zunächst blieb offen, ob Trump White tatsächlich für das Amt gewinnen will oder den Vorschlag als Teil seiner politischen Auseinandersetzung mit den Demokraten nutzt. Bei der Parlamentswahl hatten die Demokraten gegen Trumps Republikaner einen erdrutschartigen Sieg erzielt.

Trump schrieb außerdem, er habe White gebeten, Kämpfer der von ihm geführten Kampfsport-Liga UFC als „Assistenten“ mitzubringen. Diese Leute würden zum Schutz vor den „wahnsinnigen Linken“ gebraucht, schrieb der Präsident weiter.

Sprecherposten seit Wochen vakant

Der Sprecherposten im Weißen Haus ist seit Wochen unbesetzt. Katie Zacharia war im Oktober eingesetzt worden, gab das Amt aber nach nur wenigen Tagen wieder auf.

Zacharia hatte nur eine kurze Pressekonferenz gegeben und war dabei mit Unsicherheit aufgefallen. Mit dem Vorschlag für White lenkt Trump die Aufmerksamkeit nun auf einen Kandidaten aus dem Kampfsport- und Unterhaltungsbereich.

Der Sprecherposten im Weißen Haus ist politisch besonders sichtbar: Die Amtsinhaberin oder der Amtsinhaber vermittelt die Position des Präsidenten, beantwortet Fragen der Presse und muss regelmäßig zwischen politischer Botschaft und journalistischer Kontrolle vermitteln. Eine längere Vakanz erschwert deshalb die tägliche Kommunikation der Regierung.

Trump hat in seiner zweiten Amtszeit wiederholt Personen aus seinem persönlichen und medialen Umfeld in politische Rollen einbezogen. Dana White ist als Unternehmer und langjähriger Leiter der Kampfsportorganisation UFC vor allem in der Sport- und Unterhaltungsbranche bekannt. Seine mögliche Berufung würde den Kreis der öffentlich präsentierten Unterstützer des Präsidenten ungewöhnlich erweitern.

Politische Kommunikation im Fokus

Das Angebot fällt zudem in eine Phase personeller Veränderungen im Weißen Haus. Nach der Niederlage der Republikaner bei den Zwischenwahlen muss Trump seine politische Kommunikation neu ordnen und den eigenen Kurs gegenüber Kritikern verteidigen.

Für White würde das Amt einen grundlegenden Rollenwechsel bedeuten. Der Sprecherposten verlangt nicht nur mediale Präsenz, sondern auch die tägliche Abstimmung mit Präsident, Stab und Fachressorts. Ob aus Trumps öffentlicher Aufforderung eine tatsächliche Ernennung folgt, entscheidet sich erst durch Whites Reaktion und einen formellen Schritt des Weißen Hauses.

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