Katie Zacharia, Weißes Haus

Trump ernennt Katie Zacharia zur neuen Sprecherin des Weißen Hauses

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 23:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Donald Trump ernennt Katie Zacharia zur neuen Sprecherin des Weißen Hauses. Die frühere Fernsehkommentatorin folgt auf Karoline Leavitt, die ihr Amt Ende August aufgegeben hatte.

  • Trump verkündet den Namen seiner neuen Pressesprecherin. (Archivbild) - Bild: Tom Brenner/AP/dpa
    Trump verkündet den Namen seiner neuen Pressesprecherin. (Archivbild) - Bild: Tom Brenner/AP/dpa
  • Karoline Leavitt hatte Ende August ihren letzten Arbeitstag als Pressesprecherin Trumps. (Archivbild) - Bild: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
    Karoline Leavitt hatte Ende August ihren letzten Arbeitstag als Pressesprecherin Trumps. (Archivbild) - Bild: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa
Trump verkündet den Namen seiner neuen Pressesprecherin. (Archivbild) - Bild: Tom Brenner/AP/dpa Karoline Leavitt hatte Ende August ihren letzten Arbeitstag als Pressesprecherin Trumps. (Archivbild) - Bild: Manuel Balce Ceneta/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat die frühere Fernsehkommentatorin Katie Zacharia zur neuen Sprecherin des Weißen Hauses ernannt.

Trump lobt Zacharias Unterstützung

Trump teilte auf seiner Plattform Truth Social mit, er sei zuversichtlich, dass Zacharia als Pressesprecherin starke Ergebnisse für die Vereinigten Staaten erzielen werde. Sie folgt auf Karoline Leavitt, die ihr Amt Ende August aufgegeben hatte.

Nach Trumps Darstellung unterstützte die konservative Juristin ihn bereits im Wahlkampf und half ihm in wichtigen umkämpften Bundesstaaten. Er bezeichnete sie als treue und brillante Unterstützerin mit makelloser Erfolgsbilanz.

„Ehre meines Lebens“

Zacharia dankte Trump auf verschiedenen sozialen Plattformen und bezeichnete ihre künftige Aufgabe als bedeutendes Privileg. Dem amerikanischen Volk und dem Präsidenten in der Zeit des 250-jährigen Jubiläums zu dienen, sei die Ehre ihres Lebens.

Sie kündigte an, die Erfolge der Regierung vermitteln und mit den Pressevertretern im Weißen Haus sowie mit Reporterinnen und Reportern im ganzen Land zusammenarbeiten zu wollen. Die Nachfolge der „fabelhaften Karoline Leavitt“ sei ein hoher Anspruch.

Erfahrung in konservativen Medien

Trump hatte Zacharia Monate zuvor in einem Gastbeitrag für die „New York Post“ als „größten Präsidenten der US-Geschichte“ bezeichnet. Zuletzt arbeitete sie nach Angaben ihres LinkedIn-Profils als Kommunikationsberaterin für die Trump Media & Technology Group, zu der auch Truth Social gehört.

Zuvor war Zacharia kurzzeitig stellvertretende Sprecherin des US-Heimatschutzministeriums. Außerdem trat sie als Kommentatorin bei Fox News und dem ultrakonservativen Sender Newsmax auf.

Sie studierte Politik- und Staatswissenschaften an der christlichen Pepperdine University in Kalifornien und absolvierte anschließend die Pepperdine Caruso School of Law.

Leavitt begründete Rückzug mit Familie

Leavitt hatte Ende August ihren letzten Arbeitstag als Sprecherin. Trump hatte ihren Abschied rund zwei Wochen zuvor überraschend angekündigt und erklärt, sie wolle mehr Zeit für ihre Familie haben.

Leavitt verwies ebenfalls auf die Doppelbelastung als Mutter zweier kleiner Kinder und Pressesprecherin des Weißen Hauses. Sie hatte Anfang Mai ihr zweites Kind bekommen und bereits einen Sohn, der 2024 zur Welt kam.

Konflikte mit Medien

Leavitt war für scharfe Auseinandersetzungen mit Journalistinnen und Journalisten bekannt. Sie wies Fragen häufig energisch zurück und warf Medien vor, Falschinformationen zu verbreiten.

Auch nach ihrem Ausscheiden setzte Trump sein teils hartes Vorgehen gegen Medienvertreter fort. Zuletzt sorgte der Ausschluss mehrerer US-Medien aus dem Weißen Haus für Aufmerksamkeit und Kritik; der Streit wird inzwischen vor Gericht ausgetragen.

Über Zacharia sagte Trump, sie möge Menschen und werde vermutlich großartig sein.

Kommunikation als Machtinstrument

Die Besetzung der Sprecherinnenstelle fällt in eine politische Phase, in der das Weiße Haus Trumps Regierungsbilanz öffentlich vermitteln und zugleich auf Kritik reagieren muss. Die Pressesprecherin koordiniert nicht nur Pressekonferenzen, sondern prägt auch die tägliche Darstellung politischer Entscheidungen gegenüber Medien und Öffentlichkeit.

Zacharias bisherige Tätigkeiten verbinden politische Kommunikation, konservative Fernsehkommentierung und ihre Arbeit für die Trump Media & Technology Group. Damit bringt sie Erfahrung aus Medien und dem Umfeld des Präsidenten mit. Ihre erklärte Unterstützung für Trump deutet auf eine enge politische Übereinstimmung mit dem Präsidenten hin.

Hohe Anforderungen im Weißen Haus

Das Amt ist besonders anspruchsvoll, weil Trumps Regierung ihre Botschaften über klassische Pressekonferenzen, soziale Medien und parteipolitische Kommunikationskanäle verbreitet. Die neue Sprecherin muss dabei Loyalität zum Präsidenten mit glaubwürdiger Auskunft gegenüber Journalistinnen und Journalisten verbinden.

Die Nachfolge von Karoline Leavitt markiert zugleich einen personellen Wechsel in einem zentralen öffentlichen Amt. Für die politische Berichterstattung ist entscheidend, ob Zacharia künftig vor allem Trumps Argumentation offensiv verteidigt oder stärker auf regelmäßige, institutionelle Kommunikation setzt. Ihre ersten Auftritte dürften deshalb Aufschluss über den Kommunikationsstil des Weißen Hauses geben.

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