Sicherheit, Drogen

Trump verkĂŒndet neue MilitĂ€rkoalition gegen Kartelle

07.03.2026 - 17:29:25 | dpa.de

Trump ist bekannt fĂŒr Kritik an etablierten internationalen Formaten - und fĂŒr neue Initiativen. Dabei umgibt er sich am liebsten mit ihm wohlgesonnenen Menschen, wie nun erneut deutlich wird.

  • Trump empfĂ€ngt Regierungschefs aus Lateinamerika und Karibik in Florida.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
    Trump empfÀngt Regierungschefs aus Lateinamerika und Karibik in Florida. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
  • Der argentinische PrĂ€sident Javier Milei ist einer der eingeladenen Vertreter Lateinamerikas, die US-PrĂ€sident Trump nahestehen.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
    Der argentinische PrÀsident Javier Milei ist einer der eingeladenen Vertreter Lateinamerikas, die US-PrÀsident Trump nahestehen. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
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US-PrĂ€sident Donald Trump hat bei einem Treffen mit zahlreichen Regierungschefs aus Lateinamerika und der Karibik eine neue «MilitĂ€rkoalition zur Ausrottung der kriminellen Kartelle» angekĂŒndigt. Kern der Vereinbarung sei der Wille, «tödliche militĂ€rische Gewalt einzusetzen, um die finsteren Kartelle und terroristischen Netzwerke zerstören», sagte Trump in Doral im US-Bundesstaat Florida. Vertreter von mehr als einem Dutzend Staaten hĂ€tten sich «Amerikas Koalition gegen Kartelle» angeschlossen. 

«So wie wir eine Koalition gebildet haben, um (die Terrorgruppe Islamischer Staat) IS im Nahen Osten zu vernichten, mĂŒssen wir jetzt dasselbe tun, um die Kartelle zu Hause zu vernichten», betonte er. Trumps Regierung hatte bereits in ihrer nationalen Sicherheits- und Verteidigungsstrategie hervorgehoben, die eigenen Interessen in der westlichen HemisphĂ€re priorisieren zu wollen. Damit ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint. Trump bekrĂ€ftigte zuletzt mehrfach den Anspruch seines Landes auf die Vorherrschaft auf dem Doppelkontinent. 

Wer bei Trumps Treffen anwesend ist - und wer nicht

Gleichzeitig fĂ€llt Trump immer wieder mit Kritik an etablierten internationalen Organisationen auf - und mit der GrĂŒndung neuer Initiativen wie seinem umstrittenen Friedensrat. 

An dem «Schild Amerikas» getauften Treffen in Florida nahmen nun Vertreter von zwölf LÀndern in Lateinamerika und der Karibik teil, die Trump nahestehen. Unter den GÀsten befanden sich etwa der ultraliberale argentinische PrÀsident Javier Milei und der PrÀsident von El Salvador Nayib Bukele. Nicht vertreten waren dagegen die bevölkerungsreichsten LÀnder der Region, Brasilien, Mexiko und Kolumbien, die linksgerichtete Regierungen haben. 

Vor allem die mexikanischen Drogenkartelle sind fĂŒr die Einfuhr von Drogen in die USA verantwortlich, aber Mexikos PrĂ€sidentin Claudia Sheinbaum hat einen direkten Einsatz des US-MilitĂ€rs in ihrem Land im Kampf gegen die DrogenkriminalitĂ€t ausgeschlossen. «Die Kartelle regieren Mexiko, wir können sie nicht dulden», sagte Trump.

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