Nahost, Israel

Netanjahu spricht von «StrandgrundstĂŒcken» im Gazastreifen

10.09.2025 - 22:26:07 | dpa.de

Trump trĂ€umt von einer «Riviera des Nahen Ostens» im Gazastreifen – doch viele PalĂ€stinenser fĂŒrchten Vertreibung. Netanjahu signalisiert erneut Zustimmung zu dem umstrittenen Plan des US-PrĂ€sidenten.

Der israelische MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu (M) bei der Grundsteinlegung fĂŒr eine Promenade, die nach US-PrĂ€sident Donald Trump benannt ist. - Foto: Chaim Zach/GPO/dpa

Der israelische MinisterprĂ€sident Benjamin Netanjahu hat sĂŒdlich von Tel Aviv an der Grundsteinlegung fĂŒr eine Strandpromenade teilgenommen, die nach US-PrĂ€sident Donald Trump benannt ist. Bei der Zeremonie in der Stadt Bat Jam, bei der auch der US-Botschafter Mike Huckabee zugegen war, machte der israelische Regierungschef Andeutungen ĂŒber die Zukunft des umkĂ€mpften Gazastreifens. 

«Wunderbare StrandgrundstĂŒcke» in Gaza

«PrĂ€sident Trump hat mehrmals mit mir ĂŒber Anlagewerte am Meer gesprochen», sagte Netanjahu nach Angaben seines BĂŒros. «Er sagte mir, dass wir hier wunderbare StrandgrundstĂŒcke haben», erzĂ€hlte der Regierungschef. Trump habe dabei allerdings ĂŒber einen Ort gesprochen, «der etwas sĂŒdlich von hier liegt – in Gaza» sagte der 75-JĂ€hrige. «Er sagte, dieser Ort mĂŒsse zu einem Ort des Friedens, des Wohlstands und des guten Lebens werden, und nicht des Terrors. Er hat recht.» Trump sei «der beste Freund, den Israel je im Weißen Haus hatte». 

Daher habe er dem BĂŒrgermeister von Bat Jam, Zvika Brot, empfohlen, die Strandpromenade nach dem US-PrĂ€sidenten zu benennen. «Genau das tun wir hier heute.»

Trumps Gaza-Plan nÀhrt Sorgen der PalÀstinenser vor Vertreibung

Über die Zukunft des Gazastreifens wird international gestritten. US-PrĂ€sident Trump brachte die Idee ins Spiel, die Kontrolle ĂŒber das Gebiet zu ĂŒbernehmen und die palĂ€stinensische Bevölkerung umzusiedeln, um Gaza in eine «Riviera des Nahen Ostens» zu verwandeln. Der Vorschlag stieß auf heftige Kritik. Israel will die islamistische Hamas zerschlagen, wĂ€hrend palĂ€stinensische Vertreter auf einen Wiederaufbau des Gazastreifens unter eigener Verwaltung drĂ€ngen. 

Netanjahu hatte schon mehrfach UnterstĂŒtzung fĂŒr Trumps Plan bekundet. Viele PalĂ€stinenser sorgen sich auch angesichts der von Israel angestrebten Einnahme der Stadt Gaza vor einer neuen Welle der Flucht und Vertreibung - Ă€hnlich wie wĂ€hrend des Kriegs im Zuge der israelischen StaatsgrĂŒndung 1948 und wĂ€hrend des Sechstagekriegs 1967. Ultrarechte Mitglieder der israelischen Regierung streben eine Wiederbesiedlung des Gazastreifens an.

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