USA, Regierung

US-Regierung geht in New Orleans gegen Migranten vor

03.12.2025 - 18:44:49

Trumps Regierung ist schon in mehreren demokratisch-regierten StĂ€dten gezielt gegen Migranten vorgegangen, nun folgt eine weitere. Der PrĂ€sident deutet an, dass es nicht dabei bleiben dĂŒrfte.

Das US-Heimatschutzministerium hat einen Einsatz von Bundesbeamten gegen Migranten in einer weiteren demokratisch-regierten US-Stadt angekĂŒndigt: New Orleans. Das Vorgehen in der Stadt im sĂŒdlichen US-Bundesstaat Louisiana richte sich gegen kriminelle Migranten, darunter solche, die nach Festnahmen etwa wegen Hausfriedensbruchs oder bewaffneten RaubĂŒberfalls wieder freigelassen worden seien, teilte eine Vertreterin des Ministeriums mit. Die «New York Times» wies allerdings darauf hin, dass die meisten Personen, die bei vorherigen EinsĂ€tzen von US-Beamten festgenommen wurden, keine kriminelle Vergangenheit gehabt hĂ€tten. 

Aus der Mitteilung des Heimatschutzministeriums ging nicht hervor, welche und wie viele Bundesbeamte in New Orleans eingesetzt werden sollen und fĂŒr wie lange. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte erst am Dienstag zudem angedeutet, bald auch Soldaten der Nationalgarde in New Orleans einsetzen zu wollen. Der republikanische Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, habe ihn um Hilfe in der Stadt gebeten, betonte Trump. «Wir werden in ein paar Wochen dorthin gehen». 

Kritiker werfen US-Beamten WillkĂŒr und AggressivitĂ€t vor

Die US-Regierung unter Trump sorgte in den vergangenen Wochen und Monaten vielerorts mit EinsĂ€tzen gegen Migranten fĂŒr Aufsehen - zuletzt etwa in den demokratisch regierten StĂ€dten Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina und Chicago im US-Bundesstaat Illinois. Besonders in die Kritik gerieten dabei Razzien der Migrationsbehörde ICE mit teils vermummten Beamten sowie das Vorgehen von Grenzschutzbeamten, denen Kritiker WillkĂŒr beziehungsweise aggressives Verhalten vorwerfen. 

DarĂŒber hinaus entsandte die US-Regierung auch Soldaten der Nationalgarde in diverse demokratisch regierte StĂ€dte - angefangen im Sommer mit der kalifornischen Metropole Los Angeles. Die Nationalgarde ist eine militĂ€rische Reserveeinheit und Teil der US-StreitkrĂ€fte. Sie untersteht in der Regel der Kontrolle der Bundesstaaten und kann etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder NotfĂ€llen im Inneren eingesetzt werden. In bestimmten Situationen kann auch der US-PrĂ€sident das Kommando ĂŒbernehmen. 

Trump begrĂŒndete die EinsĂ€tze etwa mit dem Vorgehen gegen angeblich ausufernde KriminalitĂ€t und dem Schutz von Bundesbeamten in den StĂ€dten. Kritiker werfen ihm dagegen vor, damit eine militĂ€rische Machtinszenierung zu veranstalten und politische Gegner einschĂŒchtern zu wollen. Inzwischen befassen sich mehrere Gerichte mit der Frage, ob die US-Regierung bei den Soldaten-EinsĂ€tzen rechtmĂ€ĂŸig vorging.

@ dpa.de

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