Migration, Niederlande

Migration: Niederlande verschÀrfen Grenzkontrollen

09.12.2024 - 12:31:46

Um die irregulÀre Migration abzubremsen, verschÀrfen die Niederlande Grenzkontrollen zu Belgien und Deutschland. Doch viel wird sich nicht Àndern. Die Grenzpolizei hat zu wenig Leute.

Die Niederlande haben verschĂ€rfte Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland und Belgien gestartet. So soll die illegale Migration in das Land eingedĂ€mmt werden, sagte die radikal-rechte Asylministerin Marjolein Faber am sĂŒdlichen GrenzĂŒbergang zu Belgien in Eijsden. Die Regierung wolle, «dass dieser Zustrom sinkt». 

Doch EinschrĂ€nkungen fĂŒr den Grenzverkehr werden kaum erwartet. Denn die Grenzpolizei hat nach eigenen Angaben nicht genug KapazitĂ€t fĂŒr dauerhafte Kontrollposten, wie es etwa Deutschland praktiziert. In den kommenden sechs Monaten soll es vor allem Stichproben und mobile Kontrollen von Fahrzeugen beziehungsweise Reisende in internationalen ZĂŒgen geben. 

Es gibt rund 840 GrenzĂŒbergĂ€nge, und die Grenzpolizei hat 50 Beamte fĂŒr die Kontrollen bereitgestellt. Die Asylministerin wies jedoch Kritik an der Wirksamkeit zurĂŒck. «Ich sehe das ĂŒberhaupt nicht als Symbolpolitik», sagte sie. Die Grenzpolizei habe nun das Mandat, effizienter zu arbeiten. 

Knapp 50 Kommunen im Grenzgebiet hatten gegen die extra Kontrollen protestiert und Sorge ĂŒber Behinderungen fĂŒr GrenzgĂ€nger geĂ€ußert. Wo und wann kontrolliert wird, wird nicht bekannt gemacht. Beamte auf MotorrĂ€dern werden nach Angaben der Polizei nach einer Risikoanalyse auf der Grundlage von Kameraaufnahmen und Herkunft der Autos Fahrzeuge stoppen und ĂŒberprĂŒfen. 

Die Zahl der Asylbewerber liegt stabil bei etwa 40 000 im Jahr. Eine Krise gibt es allerdings bei der Unterbringung der Menschen, da durch große Sparmaßnahmen Heime geschlossen und Stellen bei der Asylbehörde gestrichen wurden.

@ dpa.de