Deutschland reicht Klimaplan nicht pĂŒnktlich in BrĂŒssel ein
01.07.2024 - 16:37:16Deutschland hat seine endgĂŒltigen Vorhaben in der nationalen Energie- und Klimapolitik bis 2030 der EU-Kommission nicht fristgerecht mitgeteilt. Damit riskiert die Bundesrepublik ein Strafverfahren. Wie die BrĂŒsseler Behörde mitteilte, hatten mit DĂ€nemark, Finnland, Schweden und den Niederlanden nur vier EU-LĂ€nder ihre nationalen Energie- und KlimaplĂ€ne bis zur Frist am 30. Juni eingereicht. Die Kommission fordere alle anderen der 27 Mitgliedstaaten nachdrĂŒcklich auf, ihre endgĂŒltigen PlĂ€ne so bald wie möglich vorzulegen, sagte ein Sprecher. Aus Berlin kam auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunĂ€chst kein Kommentar.
In den sogenannten National Energy and Climate-PlĂ€nen (NECP) soll jedes EU-Land detailliert zeigen, wie es plant, die Klimaziele fĂŒr 2030 zu erreichen. Die LĂ€nder sind zur Vorlage verpflichtet. Ziel ist es, die Energie- und Klimapolitiken vergleichbar darzustellen und untereinander abzustimmen sowie das Erreichen der Ziele verlĂ€sslich zu ĂŒberwachen. In der Staatengemeinschaft gilt das festgeschriebene Ziel, die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenĂŒber 1990 zu senken und bis 2050 klimaneutral zu werden.Â
Man habe sehr hart daran gearbeitet, die Ziele gemeinsam mit dem EuropĂ€ischen Parlament und den Mitgliedstaaten gesetzlich zu verankern, sagte der Sprecher weiter. «Jetzt ist es an den nationalen Behörden, diese PlĂ€ne endlich zu beraten und diese Gesetze umzusetzen, damit die BĂŒrger und die Industrie in ganz Europa die Vorteile unseres grĂŒnen Ăbergangs erkennen können.»Â
Die LĂ€nder waren verpflichtet, bis Ende 2018 einen ersten Entwurf fĂŒr die Klima- und EnergieplĂ€ne fĂŒr den Zeitraum 2021 bis 2030 vorzulegen, bis Ende 2019 einen endgĂŒltigen Plan. Bis zum 30. Juni dieses Jahres waren sie nach vorheriger Vorlage von EntwĂŒrfen verpflichtet, endgĂŒltige Aktualisierungen entsprechend neuer EU-Klimagesetze mitzuteilen.Â
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