London, Russland

London: Russland nutzt Strafbataillone fĂŒr Angriffe

24.10.2023 - 09:12:03

UrsprĂŒnglich sollten britischen Geheimdiensten zufolge relativ elitĂ€re Gruppen ukrainische Stellungen angreifen. Nun setzt Russland offenbar vor allem StrĂ€flinge in den «Sturm-Z»-Einheiten ein.

Russland lĂ€sst seine Angriffe gegen ukrainische Stellungen nach britischen Informationen in erster Linie von ehemaligen Gefangenen und in Ungnade gefallenen Soldaten durchfĂŒhren.

Die «Sturm-Z» genannten Einheiten seien vermutlich als zunĂ€chst relativ elitĂ€re Gruppen geplant gewesen, die die taktische Initiative ergreifen könnten, teilte das britische Verteidigungsministerium unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnissen mit. «SpĂ€testens seit FrĂŒhjahr 2023 sind aus den «Sturm-Z» jedoch de facto Strafbataillone geworden, die mit StrĂ€flingen sowie regulĂ€ren Soldaten, die DisziplinarverstĂ¶ĂŸe begangen haben, besetzt sind.»

Mehrere Berichte deuteten darauf hin, dass diese Einheiten kaum logistische und medizinische UnterstĂŒtzung erhielten, aber dennoch wiederholt zum Angriff getrieben wĂŒrden. «Russische Truppen haben sich oft wirksam verteidigt», hieß es in London weiter. «Die Existenz von «Sturm-Z» verdeutlicht jedoch die enormen Schwierigkeiten Russlands, Kampfinfanterie zusammenzustellen, die in der Lage ist, wirksame Offensivoperationen durchzufĂŒhren.»

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine tÀglich Informationen zum Kriegsverlauf. Moskau wirft London Desinformation vor.

@ dpa.de