Epstein-Akten: Trump-VerbĂŒndeter Johnson fordert Herausgabe
16.07.2025 - 10:17:58Ein enger VerbĂŒndeter von US-PrĂ€sident Donald Trump hat die Herausgabe der Akten zum toten SexualstraftĂ€ter Jeffrey Epstein gefordert und sich damit öffentlich gegen die US-Regierung gestellt. «Es ist ein sehr heikles Thema, aber wir sollten alles offenlegen und die Menschen entscheiden lassen», sagte Mike Johnson, der republikanische Vorsitzende des ReprĂ€sentantenhauses, in einem Podcast am Dienstagabend (Ortszeit).Â
Johnson forderte die US-Justizministerin Pam Bondi auf, die Angelegenheit «allen zu erklĂ€ren». Bondi hatte sich auf einer Pressekonferenz am Dienstag geweigert, Fragen zu dem Thema zu beantworten, und auf ein bereits veröffentlichtes Memo verwiesen, wonach keine weiteren Unterlagen zum Fall Epstein veröffentlicht werden sollen. Trump hatte sich daraufhin hinter seine Ministerin gestellt.Â
Trumps AnhĂ€nger hingegen, vor allem aus dem Umfeld der sogenannten MAGA-Bewegung, fordern die Herausgabe der unter Verschluss gehaltenen Akten und kritisieren das Justizministerium und die Bundespolizei FBI dafĂŒr, dass die Dokumente nicht öffentlich zugĂ€nglich gemacht werden.Â
Trumps ehemaliger enger Berater und nun entfremdeter MultimilliardĂ€r Elon Musk schrieb dazu auf seiner Plattform X: «Wie soll man Trump vertrauen, wenn er die Epstein-Akten nicht veröffentlicht?» Musk hatte vor einigen Wochen bereits ohne Belege behauptet, die Unterlagen wĂŒrden nicht veröffentlicht werden, weil Trumps Name sich in ihnen befinde.Â
Um was es geht
Die Verhaftung Epsteins, der ĂŒber viele Jahre systematisch MinderjĂ€hrige missbraucht hatte, hatte in den USA und weltweit fĂŒr Aufsehen gesorgt. 2019 beging er mit 66 Jahren in seiner GefĂ€ngniszelle nach offiziellen Angaben Suizid. In Teilen der US-Gesellschaft sorgte Epsteins Tod fĂŒr wilde Spekulationen, weil der Finanzier beste Kontakte in die amerikanische High Society hatte. PrĂ€sidenten und MilliardĂ€re gingen bei ihm ein und aus â auch Donald Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos der beiden belegen.Â
Der Fall war perfektes Futter fĂŒr Verschwörungstheoretiker: Viele verhasste â und oft als liberal wahrgenommene â Eliten hielten sich im Dunstkreis eines tief gefallenen Sexualverbrechers auf, der plötzlich unter dubiosen UmstĂ€nden stirbt. FĂŒr sie lag der Schluss nahe, dass Epstein getötet wurde, um die Taten von Dritten zu verschleiern. Auch der neue FBI-Direktor Kash Patel und sein Vize Dan Bongino Ă€uĂerten sich vor ihrer Berufung Ă€hnlich.







