US-Börsen: Nasdaq-100 steigt auf 31.076 Punkte
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 22:26 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDie US-Börsen haben am Montag nach einem verhaltenen Start deutlich zugelegt. Der Dow Jones schloss in New York bei 51.268 Punkten 0,2 Prozent höher, während der S&P 500 um 0,7 Prozent auf 7.774 Punkte stieg und sich damit seinem Allzeithoch näherte.
Technologiewerte treiben die Kurse
Besonders gefragt waren Technologiewerte. Der Nasdaq-100 gewann 0,9 Prozent und schloss bei 31.076 Punkten; im Handelsverlauf erreichte der Index bei 31.117 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte.
Die freundliche Stimmung ließ die hohen Ölpreise und Anleiherenditen zeitweise in den Hintergrund treten. Der Preis für ein Fass Brent lag gegen 22 Uhr deutscher Zeit bei 100,20 US-Dollar und damit 2,02 Dollar oder 2,0 Prozent unter dem Schlusskurs des vorherigen Handelstags.
Euro und Gold geben nach
Der Euro notierte am Montagabend schwächer bei 1,1219 US-Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,8913 Euro.
Auch Gold gab leicht nach. Eine Feinunze kostete am Abend 4.139 US-Dollar, 0,1 Prozent weniger als zum vorherigen Schluss. Umgerechnet entsprach das einem Preis von 118,61 Euro je Gramm.
Der Handelstag zeigt eine auffällige Verschiebung innerhalb der US-Aktienmärkte: Während der Dow Jones nur moderat zulegte, kamen die stärksten Impulse erneut aus dem Technologiesektor. Der Nasdaq-100 erreichte zwischenzeitlich einen historischen Höchststand, während der S&P 500 dicht an sein Rekordniveau heranrückte. Damit bleibt die Börsenentwicklung stark von großen Technologie- und Wachstumswerten geprägt.
Zinserwartungen und Anleiherenditen
Ein wichtiger Treiber der freundlichen Stimmung sind die zuletzt schwächer ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten. Sie haben die Erwartungen an eine kurzfristige weitere Zinserhöhung der US-Notenbank gedämpft. Niedrigere oder stabilere Zinserwartungen erhöhen typischerweise die Attraktivität von Aktien, weil künftige Unternehmensgewinne mit einem geringeren Zinssatz abgezinst werden.
Gleichzeitig bleibt das Umfeld widersprüchlich. Die Renditen US-Staatsanleihen bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau, wodurch festverzinsliche Anlagen für Investoren attraktiv bleiben und Aktienbewertungen belastet werden können. Hinzu kommen die hohen Energiepreise: Brent blieb trotz des Tagesrückgangs über der Marke von 100 Dollar je Barrel.
Bedeutung für Europa
Für Anleger im Euroraum kommt die Schwäche des Euro hinzu. Ein niedrigerer Eurokurs kann exportorientierten Unternehmen helfen, verteuert aber zugleich Energie- und andere Dollarimporte. Der internationale Börsentrend bleibt deshalb von mehreren gegenläufigen Faktoren bestimmt: Technologiewerte und Zinshoffnungen stützen die Kurse, während hohe Renditen, Energiepreise und Währungsrisiken die weitere Entwicklung begrenzen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
n-tv: „Der Börsen-Tag Montag, 5. Oktober 2026“ (05.10.2026)
Der Live-Bericht beschreibt ebenfalls eine überwiegend freundliche Wall Street und führt die Stimmung auf gesunkene Zinserhöhungssorgen nach schwächeren Arbeitsmarktdaten zurück. Einen Schwerpunkt legt n-tv zusätzlich auf die weiterhin hohen Ölpreise und die stabilen Renditen der US-Staatsanleihen.
tagesschau.de: „Euro rutscht ab DAX kommt nicht vom Fleck“ (05.10.2026)
Der Bericht bestätigt die verhaltene Eröffnung der US-Börsen und ordnet die internationalen Märkte stärker über die Euro-Schwäche und die politischen Risiken in Europa ein. Einigkeit besteht bei der Bedeutung hoher Ölpreise und gedämpfter Zinserwartungen; unterschiedlich gewichtet werden die US-Tech-Rally und die Belastungen für europäische Anleger.
Medienübergreifend steht einer positiven Entwicklung der US-Technologiewerte ein weiterhin anspruchsvolles Zins-, Energie- und Währungsumfeld gegenüber. Offen bleibt, ob die Zinshoffnungen die hohen Anleiherenditen und die Belastung durch Ölpreise dauerhaft überlagern können.
