US-Börsen, Ölpreis Brent

US-Börsen steigen: Dow gewinnt 0,5 Prozent, Brent über 102 Dollar

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 22:16 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Dow, S&P 500 und Nasdaq 100 beendeten den Handel mit Gewinnen. Gleichzeitig verteuerte sich Brent-Ă–l weiter und lag am Abend bei mehr als 100 US-Dollar je Barrel.

US-Börsen legen zu - Ölpreis steigt weiter
Börsenkurse von Starbucks und Amazon - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Die US-Börsen haben am Freitag zugelegt. Der Dow wurde zum Handelsende in New York mit 51.177 Punkten berechnet und lag damit 0,5 Prozent über dem vorherigen Handelstag.

Technologiewerte fĂĽhren die Gewinne an

Der breiter gefasste S&P 500 notierte wenige Minuten zuvor bei rund 7.723 Punkten und damit 0,7 Prozent im Plus. Die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 30.808 Punkten, was einem Zuwachs von 1,0 Prozent entsprach.

Euro stärker, Goldpreis schwächer

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagabend etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1257 US-Dollar; ein Dollar war dementsprechend für 0,8883 Euro zu haben.

Der Goldpreis gab nach. FĂĽr eine Feinunze wurden am Abend 4.144 US-Dollar gezahlt, 0,8 Prozent weniger als zuvor. Das entsprach einem Preis von 118,36 Euro pro Gramm.

Brent-Preis steigt ĂĽber 102 Dollar

Der Ă–lpreis legte unterdessen weiter zu. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 102,80 US-Dollar.

Damit verteuerte sich Brent um 48 Cent beziehungsweise 0,5 Prozent gegenĂĽber dem Schluss des vorherigen Handelstags.

Die Kursgewinne an den US-Börsen fallen in eine Phase, in der Anleger besonders sensibel auf Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten reagieren. Schwächere Beschäftigungsdaten können die Erwartung verstärken, dass die US-Notenbank ihren geldpolitischen Kurs weniger stark strafft oder auf weitere Zinsschritte verzichtet. Davon profitieren insbesondere wachstumsorientierte Technologiewerte, deren Bewertungen stark von den Finanzierungskosten abhängen.

Gleichzeitig bleibt der Energiemarkt ein Gegengewicht zur positiven Aktienmarktstimmung. Ein Brent-Preis von mehr als 100 US-Dollar je Barrel erhöht den Kostendruck für Unternehmen und kann über höhere Transport- und Produktionskosten die Inflation anheizen. Für private Haushalte wirkt sich das mittelbar über Kraftstoffpreise und weitere energieabhängige Waren und Dienstleistungen aus.

Aktiengewinne trotz hohem Ă–lpreis

Die Bewegung der drei großen US-Indizes zeigt, dass die Anleger am Freitag den Impuls aus den Konjunkturdaten höher gewichteten als die Belastung durch den steigenden Ölpreis. Der stärkere Euro und der niedrigere Goldpreis deuten zugleich auf eine geringere Nachfrage nach klassischen Sicherheitsanlagen beziehungsweise auf Veränderungen bei den Wechselkurs- und Zinserwartungen hin.

Für die kommenden Handelstage bleiben damit zwei Faktoren entscheidend: die Einschätzung des weiteren US-Zinskurses und die Entwicklung des Ölangebots. Die Kombination aus steigenden Aktienkursen und einem Brent-Preis von 102,80 US-Dollar macht deutlich, dass eine kurzfristige Entspannung an den Finanzmärkten nicht automatisch eine Entspannung bei den Verbraucher- und Produktionskosten bedeutet.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Tagesschau: „Marktbericht: DAX geht versöhnlich ins Wochenende“ (02.10.2026)

Der Bericht bestätigt die freundliche Entwicklung an der Wall Street und führt sie vor allem auf schwache US-Arbeitsmarktdaten sowie sinkende Renditen zurück. Anders als die dts-Meldung legt er den Schwerpunkt auf die Zinserwartungen und ordnet zugleich eine zwischenzeitliche Entspannung bei den Ölpreisen ein.

n-tv: „17:36 Dax versucht Ausbruch nach oben“ (02.10.2026)

Auch dieser Bericht beschreibt steigende US-Aktienkurse und einen Brent-Preis oberhalb der Marke von 100 Dollar. Als zusätzlichen Schwerpunkt nennt er geopolitische Risiken und mögliche Angebotsengpässe am Ölmarkt, während die dts-Meldung die Schlussstände und Wechselkurse in den Vordergrund stellt.

Übereinstimmend wird die Börsenstärke mit Konjunktur- und Zinserwartungen verbunden. Unterschiede bestehen bei der Gewichtung des Ölpreises: Im Mittelpunkt stehen entweder die Belastung durch das hohe Niveau oder geopolitische Ursachen für die Preisbewegung.

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