US-Börsen steigen: Dow legt 0,8 Prozent auf 51.655 Punkte zu
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 22:17 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWSDie US-Börsen haben am Freitag zugelegt, während der Goldpreis deutlich gestiegen ist. Der Dow wurde zum Handelsschluss in New York mit 51.655 Punkten berechnet und lag damit 0,8 Prozent über dem vorherigen Handelstag.
Breite Marktgewinne in New York
Der S&P 500 notierte wenige Minuten zuvor bei rund 7.812 Punkten und gewann 0,6 Prozent. Der Nasdaq 100 lag mit rund 30.883 Punkten 0,5 Prozent im Plus.
Für Bewegung an den Energiemärkten sorgte eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Russland soll große Mengen Diesel liefern, um die infolge des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran stark gestiegenen Preise zu senken.
Öl gibt leicht nach
Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent sank am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit um 16 Cent oder 0,2 Prozent auf 104,10 US-Dollar. Die europäische Gemeinschaftswährung gab ebenfalls leicht nach: Ein Euro kostete 1,1202 US-Dollar.
Technologieaktien erholten sich, nachdem ein Bericht über die Umsätze des ChatGPT-Entwicklers OpenAI am Donnerstag für Verunsicherung in der Branche gesorgt hatte. Ein weiterer Bericht deutete anschließend auf deutlich höhere OpenAI-Umsätze hin.
Gold erreicht 4.195 US-Dollar
Der Goldpreis stieg um 1,6 Prozent auf 4.195 US-Dollar je Feinunze. Das entspricht einem Preis von 120,40 Euro pro Gramm.
Die Kursbewegungen an der Wall Street spiegeln am Freitag mehrere gegenläufige Faktoren wider. Einerseits sorgten die Gewinne bei Dow, S&P 500 und Nasdaq 100 für eine Erholung nach der schwächeren Technologiestimmung am Vortag. Andererseits bleibt der Energiemarkt wegen des Kriegs zwischen den USA und Israel gegen den Iran ein zentraler Unsicherheitsfaktor.
Der Brent-Preis von 104,10 US-Dollar je Fass liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Schon kleinere Veränderungen bei der erwarteten Versorgung können Aktienmärkte, Inflationserwartungen und die Zinspolitik der US-Notenbank beeinflussen. Die von Donald Trump angekündigten russischen Diesellieferungen zielen darauf, den Preisdruck bei Kraftstoffen zu dämpfen. Für die Marktreaktion entscheidend sind nun Umfang, Zeitpunkt und tatsächliche Umsetzung der Lieferungen.
Technologiesektor und Gold im Spannungsfeld
Die Erholung der Technologiewerte zeigt, wie stark die Branche auf neue Umsatzinformationen zu OpenAI reagiert. Hohe Erwartungen an künstliche Intelligenz stützen weiterhin die Bewertungen, machen die Aktien aber zugleich anfällig für Berichte über nachlassendes Wachstum oder steigende Finanzierungskosten.
Gold verteuerte sich auf 4.195 US-Dollar je Feinunze und profitierte damit von der geopolitischen Unsicherheit. Der Anstieg verdeutlicht die unterschiedliche Funktion der Anlageklassen: Aktien reagierten positiv auf die Hoffnung auf Entspannung und bessere Unternehmensdaten, während Gold zugleich als Absicherung gegen Kriegs-, Inflations- und Marktrisiken gesucht blieb.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
n-tv: „Trump: Putin liefert Millionen Tonnen Diesel für USA und Weltmarkt“ (09.10.2026)
Der Artikel bestätigt das Telefonat zwischen Donald Trump und Wladimir Putin sowie die angekündigten umfangreichen Diesellieferungen. Im Mittelpunkt stehen die von Trump genannten Mengen und das Ziel, die Preise für den US- und den Weltmarkt zu senken.
n-tv: „17:36 Dax schafft starken Wochenschluss“ (09.10.2026)
Der Börsenbericht ordnet die Marktbewegung in den europäischen Handel ein und verweist auf fallende Ölpreise sowie einen Goldpreis um 4.185 US-Dollar. Anders als die dts-Meldung liegt der Schwerpunkt auf Dax, Rohstoffmarkt und den Erwartungen der Anleger; offen bleibt, wie nachhaltig die Entspannung bei den Energiepreisen ist.
Übereinstimmend stehen geopolitische Nachrichten, Energiepreise und Gold im Zentrum der Marktbeobachtung. Unterschiede ergeben sich vor allem beim regionalen Fokus: Während die dts-Meldung den US-Handel und die Schlussstände zusammenfasst, betrachtet der Börsenbericht stärker die europäische Reaktion und die Markterwartungen.

