Joe Biden, USA

US-PrÀsident Biden besucht Israel und Jordanien

17.10.2023 - 02:43:32

US-Außenminister Blinken ist als Krisendiplomat seit Tagen im Nahen Osten unterwegs. PrĂ€sident Biden hielt die FĂ€den am Telefon zusammen. Nun hat er sich zu einer Reise in den Nahen Osten entschlossen.

US-PrĂ€sident Joe Biden will angesichts der Gewalteskalation im Nahen Osten morgen Israel besuchen. Das kĂŒndigte das Weiße Haus gestern Abend (Ortszeit) an.

Die US-Regierungszentrale teilte weiter mit, dass Biden in Israel unter anderem den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu zu einem GesprĂ€ch treffen werde. Noch am gleichen Tag wolle der US-PrĂ€sident nach Jordanien weiterreisen, um dort unter anderem mit dem palĂ€stinensischen PrĂ€sidenten Mahmud Abbas und dem jordanischen König Abdullah II. zusammen zu kommen, hieß es weiter.

Spekulationen ĂŒber Besuch

Medien hatten zuvor ĂŒber die Reise des 80-JĂ€hrigen spekuliert. Netanjahu soll Biden demnach wĂ€hrend eines Telefonats am Wochenende nach Israel eingeladen haben. Biden hatte nach dem verheerenden Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel regelmĂ€ĂŸig mit Netanjahu gesprochen, teils mehrfach am Tag. Er schickte außerdem seinen Außenminister Antony Blinken nach Israel und in weitere LĂ€nder in der Region. Auch Verteidigungsminister Lloyd Austin war zu GesprĂ€chen in Israel.

Biden hatte immer wieder betont, dass die USA bedingungslos an der Seite Israels stehen. Er wies gleichzeitig darauf hin, dass die Zahl der zivilen Opfer so gering wie möglich gehalten werden mĂŒsse. Als wichtigster VerbĂŒndeter Israels unterstĂŒtzen die USA das Land mit einer Milliardensumme. Biden hatte angekĂŒndigt, weitere Mittel fĂŒr das Land im US-Kongress beantragen zu wollen.

Die USA wollen eine weitere Eskalation des Konflikts in der Region unbedingt vermeiden. Deshalb haben die USA zur Abschreckung mehrere Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer verlegt. Dazu gehören unter anderem die FlugzeugtrĂ€ger «USS Dwight D. Eisenhower» und «USS Gerald R. Ford». Auch Luftwaffengeschwader der Air Force mit ihren Kampfjets wurden in die Region geschickt. Das Weiße Haus hatte zuletzt betont, dass man nicht plane, Bodentruppen nach Israel zu schicken.

Berichte: US-Soldaten in Einsatzbereitschaft

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben die USA angesichts der Lage in Nahost Truppen des US-MilitĂ€rs in Einsatzbereitschaft versetzt. Etwa 2000 Soldatinnen und Soldaten bereiteten sich derzeit auf einen möglichen Einsatz zur UnterstĂŒtzung Israels vor, berichten unter anderem das «Wall Street Journal», die Sender CNN und NBC News unter Berufung auf nicht namentliche genannte Quellen aus dem US-Verteidigungsministerium. Eine offizielle BestĂ€tigung dafĂŒr gab es zunĂ€chst nicht.

Den Berichten zufolge könnten die Soldatinnen und Soldaten etwa Aufgaben im logistischen oder medizinischen Bereich ĂŒbernehmen. Sie seien nicht fĂŒr KampfeinsĂ€tze vorgesehen, berichtete das «Wall Street Journal». Die betroffenen US-MilitĂ€rangehörigen seien derzeit sowohl im Nahen Osten als auch außerhalb, einschließlich in Europa, stationiert. Nach Informationen von NBC News wĂŒrden sie auch nicht unbedingt in Israel oder Gaza eingesetzt, sondern in den NachbarlĂ€ndern, um Israel von dort aus im Kampf gegen die islamistische Hamas zu unterstĂŒtzen.

@ dpa.de