Biden: Israel könnte Waffen im Ramadan ruhen lassen
27.02.2024 - 10:12:09US-PrĂ€sident Joe Biden hat sich in der Talkshow des Komikers Seth Meyers zu einem möglichen Lösungsweg im Gaza-Krieg geĂ€uĂert. «Es gibt einen Pfad nach vorn, mit Schwierigkeiten», sagte Biden (81) in der am Montag aufgezeichneten Sendung. Zuallererst mĂŒssten die immer noch in Gaza gefangen gehaltenen israelischen Geiseln freigelassen werden.
«Es gibt auch eine Ăbereinkunft seitens der Israelis, dass sie keine AktivitĂ€ten wĂ€hrend des (muslimischen Fastenmonats) Ramadan unternehmen wĂŒrden, um uns die Zeit zu geben, alle Geiseln herauszubekommen», ergĂ€nzte Biden.Â
Damit gab Biden letztlich wieder, was israelische Medien zuletzt ĂŒber die Verhandlungen der Vermittler in dem Konflikt berichteten. Demnach wĂ€re Israel bereit, eine rund sechswöchige Waffenruhe zu akzeptieren. Dies sieht den Berichten zufolge ein von den Vermittlerstaaten Ăgypten, Katar und den USA kĂŒrzlich in Paris vorgeschlagener Verhandlungsrahmen vor.
Nach der Aufzeichnung der Sendung hatte Biden am Montagabend (Ortszeit) zudem die Hoffnung auf eine baldige Feuerpause zwischen Israel und der Hamas konkretisiert. «Mein nationaler Sicherheitsberater sagt mir, dass wir nahe dran sind», sagte Biden, wĂ€hrend er in Begleitung von Meyers ein Eis in New York aĂ. Noch sei man nicht am Ziel. «Ich hoffe, dass wir bis kommenden Montag eine Waffenruhe haben werden.» Der muslimische Fastenmonat Ramadan beginnt um den 10. MĂ€rz. Ob die internationalen Vermittler bis dahin ein Abkommen ĂŒber einen erneuten Geisel-Austausch aushandeln können, ist jedoch ungewiss. Zuvor hatten Medien berichtet, dass die schwierigen Verhandlungen nicht vorankĂ€men.
Eine baldige Waffenruhe - im Zusammenhang mit der Freilassung von Geiseln im Austausch gegen palĂ€stinensische HĂ€ftlinge - sah Biden als wichtigen Schritt auf einem Weg in Richtung Frieden in Nahost. «Ich denke, wenn wir das bekommen - eine vorĂŒbergehende Feuerpause, werden wir in der Lage sein, in eine Richtung zu gehen, in der wir die Dynamik verĂ€ndern können», sagte Biden. Man werde dann «nicht sofort eine Zweistaatenlösung haben, aber einen Prozess, um eine Zweistaatenlösung zu erreichen.» Damit ist die GrĂŒndung eines eigenstĂ€ndigen palĂ€stinensischen Staates gemeint, der friedlich Seite an Seite mit Israel existiert. Der US-PrĂ€sident gibt selten TV-Interviews.


