US-Demokraten: Biden gewinnt Vorwahl in South Carolina
04.02.2024 - 02:29:30Stimmungstest fĂŒr den Amtsinhaber: US-PrĂ€sident Joe Biden hat die erste offizielle Vorwahl der Demokraten im Bundesstaat South Carolina wie erwartet mit Leichtigkeit gewonnen und erhofft sich davon einen Schub fĂŒr den weiteren Wahlkampf. Kurz nach SchlieĂung der Wahllokale am Samstagabend (Ortszeit) erklĂ€rten die groĂen Fernsehsender CNN, NBC, ABC und Fox News Biden in ihren Prognosen ĂŒbereinstimmend zum klaren Sieger und sagten fĂŒr ihn einen Stimmenanteil von mehr als 96 Prozent voraus. Neben ihm traten nur wenig prominente Parteikollegen an. Biden will bei der PrĂ€sidentenwahl im November fĂŒr eine zweite Amtszeit kandidieren. Parteiintern hat er dabei keine ernst zu nehmende Konkurrenz. Der 81-JĂ€hrige ist damit bereits quasi gesetzt.Â
Die Abstimmung in South Carolina galt aber als erster gröĂerer Testlauf fĂŒr seine Wahlkampagne - auch weil in dem konservativen SĂŒdstaat der USA viele schwarze WĂ€hler leben, deren Stimmen fĂŒr Bidens Kampagne landesweit von besonderer Bedeutung sind.
Biden gab sich angesichts des Ausgangs der Vorwahl selbstbewusst und erklĂ€rte in einer schriftlichen Stellungnahme, er habe keinen Zweifel daran, dass die Menschen in South Carolina seine Kampagne auf den Pfad gefĂŒhrt hĂ€tten, «die PrĂ€sidentschaft erneut zu gewinnen - und Donald Trump erneut zu einem Verlierer zu machen».
Wer in den USA PrĂ€sidentschaftskandidat werden will, muss sich zunĂ€chst in parteiinternen Vorwahlen durchsetzen. Bei Parteitagen im Sommer werden die Kandidaten dann offiziell gekĂŒrt. Die eigentliche PrĂ€sidentenwahl steht Anfang November an.Â
PrÀsidentschaftsanwÀrter
Von den republikanischen PrĂ€sidentschaftsanwĂ€rtern sind nur noch der frĂŒhere US-PrĂ€sident Trump und die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, dabei. Trump dominiert das Rennen aber klar. Damit deutet derzeit alles auf eine Neuauflage des Wahlkampfes zwischen Biden und Trump hin, die bei der jĂŒngsten PrĂ€sidentenwahl 2020 bereits gegeneinander angetreten waren.Â
Ende Januar war schon im Bundesstaat New Hampshire im Nordosten der USA ĂŒber den PrĂ€sidentschaftskandidaten der Demokraten abgestimmt worden. Biden stand dort aber nicht auf dem Wahlzettel. Hintergrund ist ein parteiinterner Streit: Biden und die Demokratische Partei wollten den Auftakt der Vorwahlserie nach South Carolina verlegen - wegen der vielfĂ€ltigeren WĂ€hlerschaft dort, um etwa den Stimmen von schwarzen WĂ€hlern mehr Gewicht zu geben. New Hampshire wollte sich den Status als erster Vorwahl-Staat aber nicht nehmen lassen und beharrte auf dem frĂŒhen Abstimmungstermin.
Biden gewann das Votum in New Hampshire am Ende trotzdem - aufgrund einer Option, die es WĂ€hlern erlaubte, selbst einen Namen auf dem Wahlzettel einzutragen. Sein Erfolg war aber eher symbolischer Natur, denn die in dem Bundesstaat gesicherten Delegiertenstimmen werden beim Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer nicht berĂŒcksichtigt.


