Selenskyj, Trump

Selenskyj dankt Trump fĂŒr Ultimatum an Moskau

28.07.2025 - 21:51:08

US-PrĂ€sident Donald Trump droht Moskau und erhĂ€lt wenig ĂŒberraschend Lob dafĂŒr aus Kiew. Es sei möglich, Russland durch Ultimaten zum Frieden zu drĂ€ngen, glaubt der ukrainische PrĂ€sident Selenskyj.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat den von US-PrĂ€sident Donald Trump mit einem neuen Zollultimatum verschĂ€rften Druck auf Russland als wichtigen Schritt zum Frieden gelobt. Russland tue alles, um den Krieg zu verlĂ€ngern und der Ukraine zu schaden, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. «Wir haben wiederholt betont – und alle Partner wissen das –, dass Sanktionen ein SchlĂŒsselelement sind.» Frieden durch StĂ€rke sei möglich, weil Russland die Sanktionen und die daraus entstehenden Verluste spĂŒre, zeigte sich Selenskyj optimistisch.

Zuvor hatte US-PrĂ€sident Trump angedroht, die Frist fĂŒr neue Zölle gegen Russlands Handelspartner zu verkĂŒrzen. War ursprĂŒnglich von 50 Tagen die Rede, so setzte der 79-JĂ€hrige Moskau nun eine Frist von «zehn bis zwölf Tagen». Sollte in der Zeit keine Einigung ĂŒber eine Waffenruhe oder ein Friedensabkommen erreicht sein, wĂŒrden Sanktionen gegen Russlands Handelspartner verhĂ€ngt, kĂŒndigte Trump bei einem Treffen mit dem britischen Premier Keir Starmer an. Moskau hatte das Ultimatum kritisiert.

Selenskyj kĂŒndigte in seiner Rede eine StĂ€rkung des Geheimdienstes SBU an. Mit einem entsprechenden Gesetz habe er speziell die TruppenstĂ€rke des Zentrums fĂŒr Spezialoperationen erhöht. Diese Einheit gehöre zu den schlagkrĂ€ftigsten bei der Verteidigung gegen die russische Invasion. Der SBU hatte Anfang Juni einen aufsehenerregenden Schlag gegen Russlands strategische Bomberflotte gefĂŒhrt. Auf Lkw geladene Drohnen hatten MilitĂ€rflugplĂ€tze weit im russischen Hinterland angegriffen und dabei etwa ein Dutzend Bomber zerstört, mit denen Russland die Ukraine attackiert.

@ dpa.de