International, Südafrika

USA bleiben G20 fern, EU drängt sich auf

Veröffentlicht am: 21.11.2025 um 11:47 Uhr | dpa.de

US-Präsident Donald Trump und seine Regierung boykottieren den G20-Gipfel in Südafrika, die Europäische Union will daraus Profit schlagen.

  • Cyril Ramaphosa, Präsident von Südafrika, wirbt bei den Kollegen aus reichen Industrie- und Schwellenländern dafür, die Welt gerechter zu gestalten. - Bild: Themba Hadebe/AP/dpa
    Cyril Ramaphosa, Präsident von Südafrika, wirbt bei den Kollegen aus reichen Industrie- und Schwellenländern dafür, die Welt gerechter zu gestalten. - Bild: Themba Hadebe/AP/dpa
  • Die EU hat Zusicherungen bekommen, dass die USA nicht über ihren Kopf hinweg entscheiden, sagte Ratspräsident Costa. (Archivbild) - Bild: Johannes Neudecker/dpa
    Die EU hat Zusicherungen bekommen, dass die USA nicht über ihren Kopf hinweg entscheiden, sagte Ratspräsident Costa. (Archivbild) - Bild: Johannes Neudecker/dpa
Cyril Ramaphosa, Präsident von Südafrika, wirbt bei den Kollegen aus reichen Industrie- und Schwellenländern dafür, die Welt gerechter zu gestalten. - Bild: Themba Hadebe/AP/dpa Die EU hat Zusicherungen bekommen, dass die USA nicht über ihren Kopf hinweg entscheiden, sagte Ratspräsident Costa. (Archivbild) - Bild: Johannes Neudecker/dpa

Die Europäische Union drängt sich angesichts des US-Boykotts des G20-Gipfels als global verlässlicher Partner auf. EU-Ratspräsident António Costa sagte vor Beginn des Gipfels am Samstag im südafrikanischen Johannesburg: «Die Europäische Union ist hier. Wir sind berechenbare, verlässliche und vertrauenswürdige Partner.» Die EU suche in Johannesburg die Zusammenarbeit, «weil niemand die globalen Herausforderungen allein angehen kann». 

Vor dem Hintergrund der aggressiven US-Handelspolitik sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: «Wir werden uns weiterhin für Partnerschaft, Offenheit und fairen Wettbewerb einsetzen.»

Was sagen die EU-Spitzen zu Trumps Rassismus-Vorwurf?

Mit den USA, China und Russland sind die drei mächtigsten Staaten der G20-Gruppe führender Industrie- und Schwellenländer am Samstag und Sonntag nicht auf Chefebene vertreten. Hinzu kommen Absagen unter anderem der Staatschefs von Argentinien und Mexiko. 

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump boykottiert die Gipfelberatungen komplett, weil sie der südafrikanischen Regierung schwere Repressionen gegen weiße Farmer vorwirft. Südafrika weist die Vorwürfe als unbegründet zurück. 

Von der Leyen und Costa wollten die Vorwürfe Trumps nicht kommentieren. Beide lobten den aktuellen Vorsitzenden der G20, Südafrikas Präsidenten Cyril Ramaphosa, der wichtige politische und wirtschaftliche Probleme in der Welt erfolgreich angegangen sei.

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