Biden hatte kurzes aber gutes GesprÀch mit Trump nach Attentat
14.07.2024 - 21:37:38"Das ist nicht das, was wir als Nation sind. Das ist nicht Amerika, und wir können so etwas nicht zulassen. Einheit ist das am schwersten zu erreichende Ziel von allen, aber nichts ist im Moment wichtiger als das." Derweil laufen die Ermittlungen weiter auf Hochtouren. US-Medienberichten zufolge wurde im Auto des AttentĂ€ters auch Sprengstoff gefunden. Demnach sei der Wagen in der NĂ€he des Tatorts sichergestellt worden. Auch in seinem Haus sollen sich Materialien fĂŒr den Bau von Bomben befunden haben. Bei dem Vorfall wurden am Samstagabend ein Teilnehmer der Wahlkampfveranstaltung getötet und Trump sowie noch mindestens zwei weitere Personen verletzt, die sich beide noch in kritischem Zustand befinden sollen. Trump soll es nach Angaben seines Wahlkampfteams "gut" gehen, er wurde bei dem Anschlag am rechten Ohr getroffen. Die Behörden gehen davon aus, dass es derzeit keine Bedrohungslage mehr gibt. International wurde viel BestĂŒrzung und Anteilnahme fĂŒr den Ex-PrĂ€sidenten geĂ€uĂert. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bezeichnete die Tat als "verabscheuungswĂŒrdig". CDU-Chef Friedrich Merz zeigte sich am Sonntag im ARD-Sommerinterview entsetzt: "Aber es zeigt eben auch, in welchem Zustand Amerika ist, wie tief gespalten dieses Land ist." Merz vermutet, dass das Geschehen sich auf das Ergebnis der PrĂ€sidentschaftswahl im November auswirken wird. Mit Blick auf Deutschland sagte er: "Ich will es nicht hoffen, dass es sich zuspitzt und das so etwas geschieht wie heute Nacht in Amerika. Aber es ist nicht ausgeschlossen - und gerade deshalb mĂŒssen wir ein wenig Acht geben auf die Art der Auseinandersetzung, wie wir sie fĂŒhren." Die Auseinandersetzungen im Deutschen Bundestag, auch mit der AfD, wĂŒrden immer verletzender, immer persönlicher - das sei nicht gut fĂŒr die Demokratie in Deutschland, so Merz. Unterdessen gibt es in den USA auch Fragen zum Sicherheitskonzept. Der TĂ€ter hatte offenbar ein Sturmgewehr vom Typ AR-15 verwendet, mit dem Ziele aus gröĂerer Entfernung getroffen werden können. Abgegeben wurden die SchĂŒsse von einem Dach aus, wobei der SchĂŒtze wohl 130 bis 140 Meter von Trump entfernt war. Wie der Mann offenbar von den SicherheitskrĂ€ften unbemerkt auf das Dach klettern konnte, wird wohl Gegenstand der Ermittlungen sein. FĂŒr den anstehenden Parteitag der Republikaner kĂŒndigte US-PrĂ€sident Biden eine ĂberprĂŒfung der SicherheitsmaĂnahmen an. Trump will noch am Sonntag zu der Veranstaltung reisen. Derweil gibt es auch Schuldzuweisungen vonseiten der Republikaner. So machte US-Senator J.D. Vance, der als VizeprĂ€sidentenkandidat von Trump im GesprĂ€ch ist, die Kampagne von Amtsinhaber mitverantwortlich. "Die zentrale PrĂ€misse der Biden-Kampagne besteht darin, dass PrĂ€sident Donald Trump ein autoritĂ€rer Faschist sei, der um jeden Preis gestoppt werden mĂŒsse", schrieb Vance bei Twitter. "Diese Rhetorik fĂŒhrte direkt zum Attentat auf PrĂ€sident Trump."


