Medwedew beantwortet Trumps Ultimatum mit Kriegsdrohung
28.07.2025 - 20:13:43Russlands frĂŒherer Staatschef Dmitri Medwedew hat die ZollankĂŒndigungen von US-PrĂ€sident Donald Trump in scharfen Worten zurĂŒckgewiesen. Wenn Trump mit der VerkĂŒrzung von Fristen drohe, um Russland zum Einlenken im Konflikt gegen die Ukraine zu bewegen, mĂŒsse er bedenken, dass jedes Ultimatum ein Schritt auf dem Weg zum Krieg sei, schrieb Medwedew auf der Plattform X. «Nicht zwischen Russland und der Ukraine, sondern mit seinem eigenen Land», drohte Medwedew. Trump dĂŒrfe nicht den Weg seines VorgĂ€ngers gehen.
Zuvor hatte Trump im BemĂŒhen um einen Frieden fĂŒr die Ukraine den Druck auf Russland deutlich erhöht. Er werde die Frist von 50 Tagen fĂŒr deutlich höhere Zölle fĂŒr Russlands Handelspartner auf nun noch «zehn oder zwölf» Tage reduzieren, sagte Trump wĂ€hrend eines Treffens mit dem britischen Premierminister Keir Starmer. Die Zölle treten demnach in Kraft, wenn es bis zu diesem Zeitpunkt keine Abmachung fĂŒr eine Waffenruhe oder einen Frieden gibt. Trump begrĂŒndete den Schritt damit, von Kremlchef Wladimir Putin enttĂ€uscht zu sein, der kein Entgegenkommen gezeigt habe.
Der Kreml betont immer wieder, dass er sich nicht unter Druck setzen lasse. «Russland ist nicht Israel oder gar der Iran», sagte nun auch Medwedew mit Blick auf den Nahostkonflikt, in dem die USA an der Seite Israels den Iran attackierten, um dessen Atomprogramm zu stoppen. Der 59-JÀhrige hat als Chef des nationalen Sicherheitsrates weiterhin viel Einfluss in Moskau.


