USA, Iran

Trump drängt Nato zu Hilfe bei Straße von Hormus - und droht

16.03.2026 - 02:16:43 | dpa.de

US-Präsident Trump will, dass die Straße von Hormus wieder sicher befahrbar wird. In dem von ihm begonnenen Krieg gegen den Iran fordert er dazu jetzt Hilfe unbeteiligter Länder - auch von der Nato.

Trump fordert im Iran-Krieg die Nato-Länder zur Hilfe bei der Öffnung der Straße von Hormus auf. (Archivbild) - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
Trump fordert im Iran-Krieg die Nato-Länder zur Hilfe bei der Öffnung der Straße von Hormus auf. (Archivbild) - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus. Die Nato werde vor einer «sehr schlechten» Zukunft stehen, sollten US-Partner dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview mit der «Financial Times». Sollte es «keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein», wurde Trump zitiert.

In dem Zusammenhang erwähnte Trump in einem achtminütigen Gespräch demnach auch China. Peking sei wie Europa stark vom Öl aus der Golfregion abhängig, anders als die USA, wurde Trump weiter zitiert. Er könne ein in diesem Monat in China geplantes Gipfeltreffen mit Staatspräsident Xi Jinping verschieben. Es sei «nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert», sagte Trump demnach weiter.

Aus Peking gab es zunächst keine Reaktion auf Trumps Äußerung, wonach neben den USA auch andere Staaten Kriegsschiffe entsenden könnten, um die Straße von Hormus sicher und offen zu halten. Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass «hoffentlich» China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder Kriegsschiffe entsenden würden. 

Der Schiffsverkehr in der Meerenge, die sehr wichtig ist für den Transport von Öl und Flüssiggas, ist wegen drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen. 

Trump: «Was auch immer nötig ist»

Auf die Frage der «Financial Times», welche Hilfe er genau erwarte, habe Trump erwidert: «Was auch immer nötig ist». Er habe hinzugefügt, dass die Verbündeten Minensuchboote entsenden sollten, von denen Europa viel mehr besitze als die USA. Außerdem wolle er «Leute, die einige böswillige Akteure an der (iranischen) Küste ausschalten», wurde der US-Präsident weiter zitiert. 

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Freitag einem Militäreinsatz in der Straße von Hormus eine Absage erteilt. Für ihn gebe es im Augenblick «keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken», sagte er. Deutschland sei nicht Teil dieses Kriegs «und wir wollen es auch nicht werden», betonte er.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
ausland | 68690968 |

Weitere Meldungen

Huthi-Miliz greift Israel an - Hoffnung auf Iran-Gespräche. Die US-Regierung stellt baldige Gespräche in Aussicht. Mit Beginn der fünften Woche des Iran-Kriegs dauern die gegenseitigen Angriffe an, die Huthi-Miliz schießt eine Rakete auf Israel. (Ausland, 28.03.2026 - 13:53) weiterlesen...

Iran-Gespräche noch diese Woche? - US-Einsatzkräfte verletzt. Derweil setzt sich Kanzler Merz von US-Präsident Trump ab. Der US-Sondergesandte rechnet damit, dass noch in dieser Woche Gespräche für ein Ende des Iran-Kriegs geführt werden können. (Ausland, 28.03.2026 - 05:38) weiterlesen...

US-Präsident nennt Straße von Hormus «Straße von Trump» Er taufte den Golf von Mexiko in «Golf von Amerika» um, das berühmte Kulturhaus Kennedy Center in Washington trägt nun sogar seinen Namen. (Ausland, 28.03.2026 - 02:48) weiterlesen...

Trump kritisiert Merz für Haltung im Iran-Krieg. Jetzt nennt US-Präsident Trump einen konkreten Namen. Am Vortag kritisierte er die Spitze Deutschlands für ihre ablehnende Haltung für Hilfe im Iran-Krieg. (Ausland, 28.03.2026 - 01:23) weiterlesen...

Nouripour fürchtet Schließung der Straße von Aden durch Iran Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat die Verlängerung des Ultimatums an das Regime im Iran durch US-Präsident Donald Trump kritisiert und vor einer Schließung der Straße von Aden gewarnt.Das Regime habe "diesen Krieg jahrzehntelang mit Drehbüchern vorbereitet" und die "volle Eskalationsstufe" noch gar nicht genutzt, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe). (Ausland, 28.03.2026 - 01:00) weiterlesen...

Berichte: Hacker knacken Mailfach des FBI-Chefs Patel. Der Name der mutmaßlichen Tätergruppe ist den USA bereits bekannt. Hacker veröffentlichen private Mails des FBI-Direktors Kash Patel, wie mehrere Medien berichten. (Ausland, 27.03.2026 - 23:31) weiterlesen...