Drogen, Amnestie

Weißes Haus verteidigt Begnadigung von Honduras Ex-PrĂ€sident

01.12.2025 - 21:39:36

US-PrĂ€sident Trump will den wegen Drogenhandels verurteilten ehemaligen PrĂ€sidenten von Honduras begnadigen. Das Weiße Haus sieht da keinen Widerspruch zu Trumps Drogenpolitik.

Das Weiße Haus hat die von PrĂ€sident Donald Trump angekĂŒndigte Begnadigung des in den USA wegen Drogenhandels einsitzenden Ex-PrĂ€sidenten von Honduras, Juan Orlando HernĂĄndez, verteidigt. Auf die Frage, warum die Trump-Regierung ihr Vorgehen gegen Venezuela mit DrogenvorwĂŒrfen gegen PrĂ€sident NicolĂĄs Maduro begrĂŒnde, und auf der anderen Seite einen verurteilten Drogendealer freilasse, sagte Sprecherin Karoline Leavitt, HernĂĄndez sei von der Biden-Regierung unfair behandelt worden. 

Dies sei eindeutig eine von PrĂ€sident Joe Biden angeordnete Strafverfolgung gewesen, und die Menschen in Honduras hĂ€tten Trump gegenĂŒber betont, dass HernĂĄndez hereingelegt worden sei, sagte Leavitt. HernĂĄndez habe auch erklĂ€rt, dass praktisch keine unabhĂ€ngigen Beweise vorgelegt worden seien, und ein Großteil seiner Verurteilung auf Aussagen von gestĂ€ndigen Kriminellen beruhte. Leavitt bestritt auch, dass die Begnadigung die Botschaft der Regierung im Kampf gegen Drogen untergrabe. 

Hernåndez war zwischen 2014 und 2022 PrÀsident von Honduras. Kurz nach Ende seiner Amtszeit wurde er an die USA ausgeliefert. Der Anklage zufolge soll er Honduras zum «Drogen-Staat» gemacht haben. Der konservative Politiker soll Drogenschmugglern - darunter auch dem auch in den USA in Haft sitzenden mexikanischen Ex-Kartellchef Joaquín «El Chapo» Guzmån - geholfen haben, Hunderttausende Kilogramm Kokain in Richtung USA zu schleusen.

Das US-Justizministerium hatte nach der Verurteilung des Ex-PrĂ€sidenten zu 45 Jahren Haft geschrieben, als PrĂ€sident von Honduras habe HernĂĄndez seine Macht missbraucht, um eine der grĂ¶ĂŸten und gewalttĂ€tigsten Verschwörungen im Bereich des Drogenhandels weltweit zu unterstĂŒtzen.

@ dpa.de