Trump, Putin

Trump: Putin muss Selenskyj nicht vor Gipfel treffen

08.08.2025 - 03:08:38

US-PrĂ€sident Trump will mit Putin ĂŒber ein Ende des Angriffskriegs sprechen - Selenskyj soll erstmal außen vor bleiben. Dieser wĂŒnscht sich mehr europĂ€ischen Einfluss bei den US-Verhandlungen.

  • Trump sagt, Putin mĂŒsse vor einer Zusammenkunft mit ihm nicht erst Selenskyj treffen.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

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  • Trump und Putin wollen sich erstmals persönlich treffen, um ĂŒber eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu sprechen. - Foto: Mark Schiefelbein/Mihail Metzel/AP/Pool Sputnik Government via AP/dpa

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  • Selenskyj pocht auf eine stĂ€rkere Einbeziehung der EuropĂ€er.  - Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix Foto/dpa

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Trump sagt, Putin mĂŒsse vor einer Zusammenkunft mit ihm nicht erst Selenskyj treffen.  - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpaTrump und Putin wollen sich erstmals persönlich treffen, um ĂŒber eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu sprechen. - Foto: Mark Schiefelbein/Mihail Metzel/AP/Pool Sputnik Government via AP/dpaSelenskyj pocht auf eine stĂ€rkere Einbeziehung der EuropĂ€er.  - Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix Foto/dpa

Vor seinem ersten persönlichen Treffen mit Wladimir Putin sieht US-PrĂ€sident Donald Trump vorab zunĂ€chst keine Notwendigkeit fĂŒr eine Zusammenkunft des Kremlchefs mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj. Auf eine entsprechende Frage von Journalisten, ob Putin zunĂ€chst Selenskyj treffen mĂŒsse, sagte Trump: «Nein.» Unterdessen dringt Selenskyj bei den laufenden US-Verhandlungen mit Russland ĂŒber ein Kriegsende auf einen stĂ€rkeren Einfluss der EuropĂ€er. 

Treffen von Trump und Putin geplant 

Trump und Putin wollen sich voraussichtlich kommende Woche erstmals persönlich zu GesprĂ€chen ĂŒber eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine treffen. Beide Seiten erklĂ€rten, die Zeit sei reif fĂŒr einen solchen Gipfel. Tag und Ort stehen bisher nicht fest. Selenskyj wĂŒrde dabei in einer spĂ€teren Phase zu den GesprĂ€chen hinzugezogen werden. Noch im FrĂŒhjahr hatte Kiew darauf bestanden, bei allen GesprĂ€chen direkt beteiligt zu sein. 

Offen ließ der US-PrĂ€sident, wie er mit seinem selbst gesetzten Ultimatum an Putin zu Sanktionen gegen Russlands Handelspartner umgeht. Seit dem 29. Juli lĂ€uft die 10-Tages-Frist. Bis zum Ablauf soll eine Waffenruhe zwischen Russland und der von Moskau angegriffenen Ukraine erreicht werden. Sonst will Trump Strafen gegen Russlands Handelspartner verhĂ€ngen - gegen Indien hat er bereits zusĂ€tzliche Zölle angekĂŒndigt.

Trump: Es liegt ganz bei Putin

Auf die Frage, ob die Deadline immer noch stehe, sagte Trump ĂŒber Putin: «Wir werden sehen, was er zu sagen hat. Es liegt ganz bei ihm.»

Russland fĂŒhrt seit mehr als drei Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Trump hatte immer wieder erklĂ€rt, den Krieg rasch beenden zu wollen. Es wĂ€re das erste persönliche Treffen eines amtierenden US-PrĂ€sidenten mit Putin seit dem Sommer 2021. Damals traf Trumps demokratischer VorgĂ€nger Joe Biden den Kremlchef in Genf.

Selenskyj: Krieg und seine Beendigung betreffen ganz Europa 

Ukraines PrĂ€sident Selenskyj erachtet indes einen grĂ¶ĂŸeren europĂ€ischen Einfluss bei den Verhandlungen als notwendig. «Alle zu treffenden Entscheidungen, um diesen Krieg zu beenden und Sicherheit zu garantieren, betreffen tatsĂ€chlich das gesamte Europa und nicht nur einen», sagte das Staatsoberhaupt in seiner abendlichen Videobotschaft. Das sei ein Krieg Russlands nicht nur gegen die Ukraine, sondern «in Europa und gegen Europa», so Selenskyj.

Deshalb sind laut Selenskyj Treffen auf europĂ€ischer Ebene fĂŒr eine Abstimmung der Positionen geplant. «Die Stimme Europas muss auf die Prozesse Einfluss nehmen», sagte der Staatschef. Er plane hierzu nach Telefonaten mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dem französischen PrĂ€sidenten Emmanuel Macron und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (CDU) auch ein TelefongesprĂ€ch mit Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni. Über die PlĂ€ne aus Washington wurden die Vertreter anderer europĂ€ischer Staaten bisher nur in Kenntnis gesetzt. 

Erneut Drohnenangriffe auf die Ukraine

Russland griff die Ukraine am Abend unterdessen erneut mit Drohnen an. Die Nachrichtenagentur RBK Ukraine berichtete unter Berufung auf Behördenangaben von einem Angriff auf die Großstadt Charkiw im Osten des Landes am spĂ€ten Abend. Explosionen seien zu hören gewesen, es sei ein Feuer in einem Unternehmen ausgebrochen, hieß es dem Bericht zufolge von BĂŒrgermeister Ihor Terechow. Verletzte wurden zunĂ€chst nicht gemeldet.

@ dpa.de