Drogen, USA

Trump: Nicht nur Venezuela muss mit Angriffen rechnen

03.12.2025 - 05:36:14

US-PrĂ€sident Trump will sich im Kampf gegen Drogenschmuggler nicht unbedingt auf Venezuela beschrĂ€nken. Kolumbiens Staatschef sieht darin eine massive Bedrohung fĂŒr sein Land.

  • Trump sagt, nicht nur Venezuela könne angegriffen werden. - Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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  • Kolumbiens PrĂ€sident Petro kritisiert Trumps Aussagen scharf. (Archivbild) - Foto: Ivan Valencia/AP/dpa

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Trump sagt, nicht nur Venezuela könne angegriffen werden. - Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpaKolumbiens PrÀsident Petro kritisiert Trumps Aussagen scharf. (Archivbild) - Foto: Ivan Valencia/AP/dpa

Im Kampf gegen organisierten Drogenschmuggel aus der Karibik schließt US-PrĂ€sident Donald Trump nicht aus, neben Venezuela auch andere LĂ€nder ins Visier zu nehmen. Er habe gehört, dass Kolumbien in Fabriken Kokain herstelle, das dann in die USA verkauft werde, sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) nach einer Kabinettssitzung vor Reportern. «Jeder, der das tut und es in unser Land verkauft, muss mit Angriffen rechnen.» Auf Nachfrage, wen das betreffe, fĂŒgte er hinzu: «Nicht nur Venezuela.» Kolumbiens StaatsfĂŒhrung kritisierte seine Äußerungen scharf.

Seit Wochen verschĂ€rft Trump den Ton und das Vorgehen gegenĂŒber Kolumbiens Nachbarland Venezuela. Die USA haben nicht nur zusĂ€tzliche Soldaten in der Karibik zusammengezogen und mehrere Kriegsschiffe wie den weltgrĂ¶ĂŸten FlugzeugtrĂ€ger in die Region verlegt. Trump genehmigte auch verdeckte EinsĂ€tze des US-Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela.

Nach US-Angaben dient der Einsatz dem Kampf gegen Drogenhandel. Bei Angriffen auf angebliche Schmugglerboote wurden demnach bereits mehr als 80 Menschen getötet. Kritiker werten das Vorgehen der USA als Verstoß gegen das Völkerrecht, wĂ€hrend Trumps Regierung von einem legitimen Kampf gegen «Drogenterroristen» spricht. Es gibt auch Stimmen, die eher einen forcierten Machtwechsel in Venezuela und amerikanisches Interesse an den reichen Ölreserven des Landes als zentrales Motiv unterstellen. 

Kolumbien PrÀsident kritisiert Trump scharf 

Nach Angaben des kolumbianischen PrÀsidenten Petro tötete das US-MilitÀr im Zuge seiner Operation auch einen kolumbianischen Fischer. Als Reaktion darauf setzte er den Austausch von Geheimdienstinformationen mit den USA aus.

Am Dienstag (Ortszeit) warnte Petro nun, Trump solle nicht die SouverĂ€nitĂ€t seines Landes bedrohen. «Angriffe auf unsere SouverĂ€nitĂ€t sind eine KriegserklĂ€rung», schrieb er auf der Plattform X. Er lud Trump nach Kolumbien ein, wo er ihm zeigen könne, wie Drogenlabore tĂ€glich zerstört wĂŒrden, damit kein Kokain in die USA gelange.

Die Beziehungen zwischen Bogotå und Washington haben sich zuletzt massiv verschlechtert. Die US-Regierung wirft Petro mangelnde Entschlossenheit im Kampf gegen die Drogenkartelle vor und verhÀngte Sanktionen gegen den Politiker.

@ dpa.de