USA, Regierung

Heimatschutz: Republikaner sperren sich gegen Etatentwurf

27.03.2026 - 20:50:33 | dpa.de

US-Senatoren weckten die Hoffnung auf ein Ende des Teil-Shutdowns im Heimatministerium, als sie einen Haushaltsentwurf genehmigten. Das ReprÀsentantenhaus ist davon allerdings weniger angetan.

Der Sprecher des US-ReprĂ€sentantenhauses, Mike Johnson, ist nicht vom Haushaltsentwurf ĂŒberzeugt. (Archivfoto) - Foto: J. Scott Applewhite/AP/dpa
Der Sprecher des US-ReprĂ€sentantenhauses, Mike Johnson, ist nicht vom Haushaltsentwurf ĂŒberzeugt. (Archivfoto) - Foto: J. Scott Applewhite/AP/dpa

Die Republikaner im US-ReprĂ€sentantenhaus bewerten einen vom Senat gebilligten Gesetzentwurf zur Teilfinanzierung des Heimatschutzministeriums als unzureichend. Der Sprecher des ReprĂ€sentantenhauses, Mike Johnson, bezeichnete die Vorlage als «Witz» und fĂŒgte an: «Also werden wir etwas anderes tun.» Was die Republikaner nun genau beabsichtigen, war zunĂ€chst unklar.

Die Senatoren hatten am Freitagmorgen (Ortszeit) nach wochenlangem Streit einen Teilhaushalt fĂŒr das Heimatschutzministerium beschlossen. Das ReprĂ€sentantenhaus hĂ€tte dem Beschluss allerdings zustimmen mĂŒssen, um einen mehr als 40 Tage andauernden Teil-Shutdown des Heimatschutzministeriums zu beenden. Damit hĂ€tten auch stundenlange Wartezeiten an den FlughĂ€fen im Land bald ein Ende gehabt. 

Trump schaltete sich in Krise ein

Am Donnerstag hatte US-PrĂ€sident Donald Trump eine ungewöhnliche Maßnahme ergriffen: Er will die Bezahlung der Beamten per Dekret erzwingen. Er wies seinen neuen Heimatschutzminister Markwayne Mullin an, die Mitarbeiter «unverzĂŒglich zu bezahlen, um dieser Notsituation zu begegnen und dem Chaos der Demokraten an den FlughĂ€fen schnell ein Ende zu setzen». DafĂŒr solle sich der Ressortleiter mit dem Haushaltsamt abstimmen, wie aus dem Dekret hervorgeht. Das Heimatschutzministerium teilte am Freitagnachmittag auf X mit, dass die TSA-Mitarbeiter am kommenden Montag bezahlt werden sollen.

Hintergrund ist ein politischer Streit um die Finanzierung des Heimatschutzministeriums. Diesem untersteht die fĂŒr Sicherheit an FlughĂ€fen zustĂ€ndige Transportation Security Administration (TSA). Da die Weiterfinanzierung des Ressorts weiter nicht steht, können die TSA-Mitarbeiter nicht bezahlt werden.

Weil es an ArbeitskrĂ€ften fehlt, kommt es fĂŒr Passagiere an den FlughĂ€fen zu langen Wartezeiten. Am Freitagnachmittag (Ortszeit) standen Passagiere am George Bush Intercontinental Airport in Houston beispielsweise zwischen 140 und 150 Minuten fĂŒr die SicherheitsprĂŒfung an. Der Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport verwies darauf, dass FluggĂ€ste «mindestens vier Stunden oder mehr» fĂŒr die Kontrolle einplanen sollten.

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