Ukrainische, UnterhÀndler

Ukrainische UnterhÀndler in Paris eingetroffen

17.04.2025 - 09:09:11

US-UnterhĂ€ndler wollten mit den EuropĂ€ern gemeinsam ĂŒber weitere Schritte zur Beendigung des russischen Kriegs in der Ukraine beraten. Nun kommen auch UnterhĂ€ndler aus Kiew zu den GesprĂ€chen dazu.

Die USA und Frankreich wollen heute GesprĂ€che in Paris ĂŒber ein Ende des Ukrainekriegs fĂŒhren - nun sind ĂŒberraschend auch UnterhĂ€ndler aus Kiew in der französischen Hauptstadt gelandet. Der Chef der ukrainischen PrĂ€sidialverwaltung, Andrij Jermak, schrieb auf X, er werde bei seiner Visite von Außenminister Andrij Sybiha und Verteidigungsminister Rustem Umjerow begleitet. Geplant seien mehrere bilaterale Treffen mit Vertretern der Staaten aus der sogenannten «Koalition der Willigen». 

Konkret nannte Jermak Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Aus dem AuswĂ€rtigen Amt in Berlin hieß es, an den GesprĂ€chen in Paris nĂ€hmen der außen- und sicherheitspolitische Berater der Bundesregierung, Jens Plötner, und der Politische Direktor im AuswĂ€rtigen Amt, GĂŒnter Sautter, teil.

«Es ist auch Treffen mit US-Vertretern geplant, die jetzt in Frankreich ankommen», schrieb Jermak zudem. Es gehe um wichtige Fragen fĂŒr die Sicherheit der Ukraine und Europas.

In Paris sind US-Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandte von PrĂ€sident Donald Trump, Steve Witkoff. Der Besuch folgt einem Treffen Witkoffs mit Kremlchef Wladimir Putin vergangene Woche in St. Petersburg. Dort sollen die EuropĂ€er ĂŒber die Anstrengungen der US-Regierung zur Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine informiert werden, der seit 2022 andauert.

Das Weiße Haus hat Putin mehrfach den Willen zum Frieden bescheinigt, auch wenn die Verhandlungen bislang keine großen Fortschritte gebracht haben. Eine vollstĂ€ndige Waffenruhe ohne Vorbedingungen hat Putin im Gegensatz zum ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj abgelehnt. Der Minimalkonsens - ein 30-tĂ€giges Moratorium auf SchlĂ€ge gegen Energieanlagen - lĂ€uft heute aus, wobei beide Seiten sich den mehrfachen Bruch der Absprache vorwerfen.

@ dpa.de