Scholz an Vance: Einmischung in Wahlkampf gehört sich nicht
15.02.2025 - 09:44:33 | dpa.deBundeskanzler Olaf Scholz hat ĂuĂerungen von US-VizeprĂ€sident J.D. Vance zugunsten der AfD scharf zurĂŒckgewiesen und sich jede Einmischung in den deutschen Wahlkampf verbeten. Aus den Reihen der AfD wĂŒrden der Nationalsozialismus und dessen monströse Verbrechen verharmlost, sagte der SPD-Politiker bei der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz (MSC).Â
Ein Bekenntnis zum «Nie wieder», wie Vance dies am Donnerstag beim Besuch der KZ-GedenkstĂ€tte Dachau abgelegt habe, sei nicht mit der UnterstĂŒtzung fĂŒr die AfD in Einklang zu bringen, fĂŒgte Scholz hinzu.«Deshalb werden wir es nicht akzeptieren, wenn AuĂenstehende zugunsten dieser Partei in unsere Demokratie, in unsere Wahlen, in die demokratische Meinungsbildung eingreifen», sagte Scholz. «Das gehört sich nicht â erst recht nicht unter Freunden und VerbĂŒndeten und das weisen wir entschieden zurĂŒck.» Der Kanzler ergĂ€nzte: «Wie es mit unserer Demokratie weitergeht, das entscheiden wir selbst.»Â
Vance hatte die europĂ€ischen VerbĂŒndeten am Freitag in seiner Rede bei der MSC scharf attackiert und vor einer GefĂ€hrdung der Demokratie gewarnt. Er nahm dabei indirekt Bezug auf die deutsche Debatte ĂŒber eine Abgrenzung von der AfD: «Es gibt keinen Platz fĂŒr Brandmauern.» Am Rande der Konferenz traf er sich auch mit AfD-Chefin Alice Weidel. Ein Treffen mit Scholz gab es nicht.
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