Pedro SĂĄnchez, Alberto NĂșñez FeijĂło

Machtwechsel möglich: Spanien wÀhlt neues Parlament

23.07.2023 - 09:17:51

Verliert Spaniens sozialistische Minderheitsregierung unter Pedro Sånchez gegen eine Koalition aus Konservativen und Rechtspopulisten? Eine «Brandmauer» wie in Deutschland gibt es in Spanien so nicht.

  • Leere Sitze sind im Unterhaus des spanischen Parlaments in Madrid. In Spanien wird gewĂ€hlt. Regierungschef Pedro SĂĄnchez droht eine Niederlage. - Foto: Bernat Armangue/AP/dpa

    Bernat Armangue/AP/dpa

  • MinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez bei der Stimmangabe in Madrid. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa

    Emilio Morenatti/AP/dpa

  • 37,5 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, das neue Parlement zu wĂ€hlen. - Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpa

    Alvaro Barrientos/AP/dpa

  • PP-Chef Alberto Nunez FeijĂło nach seiner Stimmabgabe fĂŒr die Parlamentswahl in Madrid. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

    Manu Fernandez/AP/dpa

  • 350 Abgeordnete des Unterhauses und ein Teil des Senats werden neu gewĂ€hlt. - Foto: Andrea Comas/AP/dpa

    Andrea Comas/AP/dpa

  • Wahllokal in Madrid: Eine Nonne gibt ihre Stimme ab. - Foto: Paul White/AP/dpa

    Paul White/AP/dpa

Leere Sitze sind im Unterhaus des spanischen Parlaments in Madrid. In Spanien wird gewĂ€hlt. Regierungschef Pedro SĂĄnchez droht eine Niederlage. - Foto: Bernat Armangue/AP/dpaMinisterprĂ€sident Pedro SĂĄnchez bei der Stimmangabe in Madrid. - Foto: Emilio Morenatti/AP/dpa37,5 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, das neue Parlement zu wĂ€hlen. - Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpaPP-Chef Alberto Nunez FeijĂło nach seiner Stimmabgabe fĂŒr die Parlamentswahl in Madrid. - Foto: Manu Fernandez/AP/dpa350 Abgeordnete des Unterhauses und ein Teil des Senats werden neu gewĂ€hlt. - Foto: Andrea Comas/AP/dpaWahllokal in Madrid: Eine Nonne gibt ihre Stimme ab. - Foto: Paul White/AP/dpa

Bei der Parlamentsneuwahl in Spanien liegt die Wahlbeteiligung am Sonntagnachmittag höher als bei der letzten Wahl. Trotz großer Hitze hĂ€tten bis 14.00 Uhr schon rund 40,5 Prozent der Stimmberechtigten teilgenommen, teilte die Wahlbehörde mit. Das waren etwa zweieinhalb Prozentpunkte mehr als bei der Parlamentsneuwahl im November 2019. Nicht mitgezĂ€hlt wurden Briefwahlstimmen, deren Zahl bei dieser Wahl auf die Rekordzahl von 2,5 Millionen anstieg. Zudem fiel die Wahl mitten in die großen Ferien mit Tagen großer Hitze.

Viele WĂ€hler sagten im Fernsehen, sie hĂ€tten ihre Stimme schon frĂŒhzeitig abgegeben, um so der Hitze des Nachmittags zu entgehen. Im SĂŒden des Landes sind fĂŒr den spĂ€teren Nachmittag Temperaturen von rund 40 Grad vorhergesagt und auch in der Hauptstadt Madrid soll es mit 36 Grad sehr heiß werden. Wer keinen FĂ€cher dabei hatte, benutzte die Wahlzettel in den Schlangen vor den Wahlurnen, um sich etwas AbkĂŒhlung zu verschaffen. Einige WĂ€hler gaben ihre Stimme sogar im Badeanzug ab, wie im TV-Sender RTVE zu sehen war.

Knapp 37,5 Millionen Spanier waren wahlberechtigt. Die ersten Stunden der Wahl verliefen ohne nennenswerte ZwischenfÀlle.

Die Spitzenkandidaten der grĂ¶ĂŸeren Parteien riefen die Menschen auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Der sozialistische Regierungschef Pedro SĂĄnchez, dem Umfragen zufolge die Abwahl droht, zeigte sich bei der Stimmabgabe in Madrid gleichwohl zuversichtlich. Er sei «guter Dinge», sagte er. «Eine hohe Wahlbeteiligung ist Voraussetzung dafĂŒr, dass es eine starke Regierung gibt, die das Land in den kommenden Jahren weiter voranbringt», sagte der 51-JĂ€hrige.

Der Spitzenkandidat der konservativen Volkspartei (PP), Alberto NĂșñez FeijĂło, dem Umfragen die meisten Stimmen vorhersagen, sagte, Spanien brauche eine «starke und solide Regierung». Der Chef der rechtspopulistischen Vox, die mit der PP eine Koalitionsregierung bilden möchte, sprach sich fĂŒr einen «Richtungswechsel» Spaniens aus. Vize-Regierungschefin und Arbeitsministerin Yolanda DĂ­az vom linken WahlbĂŒndnis Sumar, mit der SĂĄnchez auch die nĂ€chsten vier Jahre zusammen regieren möchte, sagte, es gehe darum, dass es nach der Wahl «mehr Rechte, mehr Demokratie und mehr Freiheit» gebe.

@ dpa.de