Machtwechsel möglich: Spanien wÀhlt neues Parlament
23.07.2023 - 09:17:51Bei der Parlamentsneuwahl in Spanien liegt die Wahlbeteiligung am Sonntagnachmittag höher als bei der letzten Wahl. Trotz groĂer Hitze hĂ€tten bis 14.00 Uhr schon rund 40,5 Prozent der Stimmberechtigten teilgenommen, teilte die Wahlbehörde mit. Das waren etwa zweieinhalb Prozentpunkte mehr als bei der Parlamentsneuwahl im November 2019. Nicht mitgezĂ€hlt wurden Briefwahlstimmen, deren Zahl bei dieser Wahl auf die Rekordzahl von 2,5 Millionen anstieg. Zudem fiel die Wahl mitten in die groĂen Ferien mit Tagen groĂer Hitze.
Viele WĂ€hler sagten im Fernsehen, sie hĂ€tten ihre Stimme schon frĂŒhzeitig abgegeben, um so der Hitze des Nachmittags zu entgehen. Im SĂŒden des Landes sind fĂŒr den spĂ€teren Nachmittag Temperaturen von rund 40 Grad vorhergesagt und auch in der Hauptstadt Madrid soll es mit 36 Grad sehr heiĂ werden. Wer keinen FĂ€cher dabei hatte, benutzte die Wahlzettel in den Schlangen vor den Wahlurnen, um sich etwas AbkĂŒhlung zu verschaffen. Einige WĂ€hler gaben ihre Stimme sogar im Badeanzug ab, wie im TV-Sender RTVE zu sehen war.
Knapp 37,5 Millionen Spanier waren wahlberechtigt. Die ersten Stunden der Wahl verliefen ohne nennenswerte ZwischenfÀlle.
Die Spitzenkandidaten der gröĂeren Parteien riefen die Menschen auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Der sozialistische Regierungschef Pedro SĂĄnchez, dem Umfragen zufolge die Abwahl droht, zeigte sich bei der Stimmabgabe in Madrid gleichwohl zuversichtlich. Er sei «guter Dinge», sagte er. «Eine hohe Wahlbeteiligung ist Voraussetzung dafĂŒr, dass es eine starke Regierung gibt, die das Land in den kommenden Jahren weiter voranbringt», sagte der 51-JĂ€hrige.
Der Spitzenkandidat der konservativen Volkspartei (PP), Alberto NĂșñez FeijĂło, dem Umfragen die meisten Stimmen vorhersagen, sagte, Spanien brauche eine «starke und solide Regierung». Der Chef der rechtspopulistischen Vox, die mit der PP eine Koalitionsregierung bilden möchte, sprach sich fĂŒr einen «Richtungswechsel» Spaniens aus. Vize-Regierungschefin und Arbeitsministerin Yolanda DĂaz vom linken WahlbĂŒndnis Sumar, mit der SĂĄnchez auch die nĂ€chsten vier Jahre zusammen regieren möchte, sagte, es gehe darum, dass es nach der Wahl «mehr Rechte, mehr Demokratie und mehr Freiheit» gebe.













