USA und Ukraine beraten ĂŒber Friedensplan
30.11.2025 - 17:02:11Vertreter der USA und der Ukraine haben im US-Bundesstaat Florida GesprĂ€che ĂŒber Wege fĂŒr ein Ende des russischen Angriffskriegs aufgenommen. Das teilte der ukrainische Delegationsleiter Rustem Umjerow auf Telegram mit. «Wir haben klare Vorgaben erhalten - die Interessen der Ukraine zu wahren, einen substanziellen Dialog zu sichern und auf Grundlage der in Genf erzielten Fortschritte voranzugehen», schrieb er.
FĂŒr die US-Seite nahmen AuĂenminister Marco Rubio, der Sondergesandte von PrĂ€sident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner an dem Treffen teil. Nach offiziell unbestĂ€tigten Berichten von US-Medien wurde der Golfklub Shell Bay als Tagungsort gewĂ€hlt.
Rubio strebt dauerhaften Frieden in der Ukraine an
Rubio betonte vor Ort, es gehe nicht nur darum, einen Krieg zu beenden. In Videos von anwesenden Journalisten, die in US-Medien und sozialen Netzwerken verbreitet wurden, ist zu hören, wie der US-AuĂenminister das wirtschaftliche Potenzial der Ukraine hervorhebt. «Die Ukraine hat enorme Chancen auf echten Wohlstand.»
Allein durch ein Kriegsende sei dies allerdings nicht zu erreichen. «Es geht also nicht nur um Friedensabkommen.» Es gehe darum, einen Weg zu schaffen, der SouverĂ€nitĂ€t, UnabhĂ€ngigkeit und Wohlstand der Ukraine garantiere. AuĂerdem solle sichergestellt werden, dass die Ukraine nie wieder einen Krieg fĂŒhren mĂŒsse, sagte Rubio.
Russland hatte die Ukraine am 24. Februar 2022 angegriffen. Seither verteidigt sich das Land mit Hilfe westlicher UnterstĂŒtzer. Ungeachtet der GesprĂ€che ĂŒber einen Frieden greift Russland die Ukraine mit unverminderter HĂ€rte weiter an.
Selenskyj hofft auf schnelle Fortschritte
Am Samstag hatte der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bekanntgegeben, ein Verhandlungsteam in die USA zu GesprĂ€chen entsandt zu haben. In seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft sagte er, «es ist durchaus realistisch, in den nĂ€chsten Tagen die Schritte zu finalisieren, um zu bestimmen, wie der Krieg wĂŒrdig beendet werden kann». Es mĂŒssten rasch und substanziell die notwendigen Schritte ausgearbeitet werden.
Selenskyj hatte einen 28-Punkte-Plan von US-PrĂ€sident Donald Trump, der von Kritikern als russische Wunschliste betitelt worden war, bei Verhandlungen in Genf mit europĂ€ischen und amerikanischen Vertretern ĂŒberarbeiten lassen. In den USA geht es um noch strittige Punkte. Der abgeĂ€nderte Plan soll in den kommenden Tagen der russischen FĂŒhrung in Moskau vorgestellt werden.





