Selenskyj, Luftangriffe

Selenskyj: Mehr als 300 Luftangriffe auf Ukraine

19.07.2025 - 09:48:50

Von den neuen EU-Sanktionen zeigt sich Russland unbeeindruckt und intensiviert seine LuftschlÀge gegen die Ukraine wieder. Die Zahlen der Drohnen- und Raketenangriffe sind deutlich höher als zuletzt.

  • Die ukrainische Hafenstadt Odessa ist immer wieder Ziel russischer Angriffe. (Archivbild) - Foto: Michael Shtekel/AP/dpa

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  • In der ukrainischen Hafenstadt Odessa starb ein Mensch bei einem russischen Luftangriff. - Foto: Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

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Die ukrainische Hafenstadt Odessa ist immer wieder Ziel russischer Angriffe. (Archivbild) - Foto: Michael Shtekel/AP/dpaIn der ukrainischen Hafenstadt Odessa starb ein Mensch bei einem russischen Luftangriff. - Foto: Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

Ukrainische StÀdte sind nach Angaben von PrÀsident Wolodymyr Selenskyj in der vergangenen Nacht Ziele Hunderte russischer Luftangriffe gewesen. Es habe mehr als 300 Drohnenattacken und mehr als 30 Angriffe mit Raketen und Marschflugkörpern gegeben, teilte Selenskyj am Morgen bei Telegram mit und veröffentlichte dazu Fotos von den Zerstörungen. 

Im Kreis Synelnykowe starben am Morgen zwei Menschen bei einem russischen Raketenschlag, wie der MilitÀrgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Serhij Lyssak, bei Telegram mitteilte. Zerstört worden seien unter anderem eine Schule und eine Kultureinrichtung, auch private GebÀude seien beschÀdigt worden und Autos ausgebrannt.

In Odessa am Schwarzen Meer sei ein Wohnhaus beschÀdigt worden, teilte Selenskyj mit. Er bestÀtigte Angaben von Behörden aus der Nacht, wonach ein Mensch getötet und sechs weitere verletzt wurden.

Gouverneur: «Höllische Nacht» in Pawlohrad

Betroffen waren demnach unter anderem auch die Regionen Donezk, Cherson und Saporischschja. In Sumy sei wichtige Infrastruktur zerstört worden. Tausende Haushalte seien dort ohne Strom. «Es sind immer noch Drohnen in der Luft», sagte Selenskyj. Die Flugabwehr zerstöre die Ziele weiter. Zudem seien RettungskrÀfte im Einsatz.

Besonders viele Angriffe habe es in der Stadt Pawlohrad im Gebiet Dnipropetrowsk gegeben, wo ein WohngebÀude und wichtige Infrastruktur beschÀdigt worden seien, sagte Selenskyj. MilitÀrgouverneur Lyssak sprach von einer «höllischen Nacht». «Der massivste Angriff auf die Stadt. Eine Explosion nach der anderen. Russische Terroristen griffen mit Raketen und Drohnen an», schrieb er bei Telegram.

Selenskyj: Flugwehr rettet Leben

Die Zahlen der russischen Angriffe lagen damit wieder deutlich höher als in den vergangenen Tagen. Die FĂŒhrung in Moskau zeigte sich damit einmal mehr unbeeindruckt von den Sanktionen der EU, die am Freitag das 18. Paket mit Strafmaßnahmen verabschiedet hatte.

PrĂ€sident Selenskyj mahnte erneut an, dass die Ukraine eine StĂ€rkung ihrer Flugabwehr brauche. «Die gemeinsame Waffenproduktion, Investitionen in die Herstellung von Drohnen in der Ukraine, einschließlich Abfangdrohnen, die Bereitstellung von Luftverteidigungssystemen und Raketen fĂŒr sie sowie die Möglichkeit, sie hier in der Ukraine zu produzieren - all das rettet Leben und wird von der Ukraine gerade jetzt gebraucht», sagte er.

Russland fĂŒhrt seit mehr als drei Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

@ dpa.de